Darf es so sein? Part 7

Hallihallohallöle! ^^
Hab endlich Teil 7 fertig. Nach einem langen Kreatief! *_*
Der ist doppelt so lang, wie die anderen Teile, also lies
ihn mit Verstand! ^^;;
Nacht
Sal
________________________________________________________________
Keine verlorenen Lotto-Quittungen, keine vergessenen Gewinne mehr! 
Beim WEB.DE Lottoservice: http://tippen2.web.de/?x=13



Titel: Darf es so sein?
Teil: Kapitel 7: Endlich glücklich?
Autor: Sal
E-mail: falian_13@gmx.de
Original, alle Charas sind mir ^^
Rating: mal sehen.....PG 14 (?)
Warnung: Angst ?, Lemon (später mal), lime
Kommentar: Meine erste Shonen-Ai-Fanfic nicht zu hart mit mir umspringen! ^^;;
Inhalt: Masaru wird von seinen Eltern als kleiner Junge nach Deutschland verkauft, wo er für den Jungen
Jan, der ziemlich abweisend und brutal ist, ein Freund werden soll. So nimmt alles seinen Lauf.......
Viel Spaß
Sal



Masaru wachte auf, es war warm, so angenehm warm. Weiche Hände lagen sanft auf seiner Hüfte, Jans
gleichmäßiger Atem kitzelte sein Gesicht. Der Schwarzhaarige betrachtete lächelnd das Gesicht des anderen
Jungen, zögernd näherte er sich dessen Gesicht, küsste ihn schüchtern auf die Wange.
"Aufwachen, Jan."
Müde blinzelten ihn ein paar blau-grüne Augen an:"Muss das sein? Es ist doch Samstag. Wieviel Uhr?"
"Halb neun."
"Viel zu früh!",kam es grummelnd von Jan, der sich die Decke wieder über den Kopf zog.
Masaru kicherte leise und zog Jan einfach die Decke weg:"Du alte Penntüte! Steh auf!"
Jan machte keine Anstalten der Aufforderung nachzukommen:"Ich würde aber gerne noch etwas liebenbleiben
und mit dir reden....." 
Jan zog Masaru näher zu sich heran, sein Blick blieb starr auf die Decke gerichtet.
"Was ist denn, Jan?"
"Ist das so normal, wie das zwischen uns läuft, Masaru? Weil immer wenn ich fernsehe oder lese, sind
Freundschaften zwischen Jungs viel unkomplizierter, als bei uns. Dort scheint es die Probleme und
Gefühle, wie zwischen uns, nicht zu geben. Ich war fast nie außerhalb von dieser Villa, hatte auch nie
Kontakt zu anderen Kindern, keinen, den ich gewollt hätte, ich weiß einfach nicht, wie eine normale
Freundschaft zwischen Jungen aussieht."
"Jan....",Masaru drängte sich näher an den blonden Jungen, schlang die Arme um ihn," ich weiß es auch
nicht. Im Kindergarten hab ich mich immer abseits gehalten, weil ich Angst hatte, wenn ich Freunde finde,
kämen sie zu mir nach Hause und würden sehen, dass mein Vater ein Trinker war, der Mama und mich oft
schlug. Später hat mir aber auch mein Vater selbst verboten Freune zu haben, ich durfte nie weg und
niemand durfte zu mir. Aber ich finde es schön wie es zwischen uns ist, Jan. Ich hab auch so gut wie
keine Angst mehr vor dir, denn langsam lerne ich dich auch von deinen guten Seiten kennen."
"Darf ein Junge einen anderen Jungen lieben?"
"Was?!?!?!?"
Jan drehte langsam den Kopf und sah Masaru ernst an:"Ich liebe dich, Masaru." Jan drückte ihm einen
sanften Kuss auf den Mund.
"Ab...Ab...Aber...", Masaru war feuerrot angelaufen,"das ist doch ein Witz, oder?!"
Jan schüttelte den Kopf:"Nein, das meine ich ernst. Es ist so wie ich es sage."
"Ähm...ich weiß nicht, Jan. Es ist nicht, dass ich dich nicht mag, du bist ja schließlich der einzige
Freund, den ich habe, aber dich lieben..., das ist zu plötzlich." 
"Schon gut. Tut mir leid."
"Wieso entschuldigst du dich jetzt schon wieder? Du hast doch gar nichts schlimmes getan. Mir tut es
leid, Jan. Mir tut es leid, dass ich deine Gefühle nicht so erwidern kann, wie ich gern würde."
"Masaru....."
"Würdest du mich nochmal küssen?"
Jan hielt eine Antwort schon gar nicht mehr für nötig, sanft ließ er seine Lippen über Masarus Gesicht
streifen, bis er dessen Lippen fand. Weich, warm, so zart. 
"Was....?!"
Erschrocken ließ Jan von Masaru ab, Roland stand in der Tür, wollte nicht glauben, was er eben gesehen
hatte. Sein Sohn küsste einen Jungen!!!!
Die beiden Jungen liefen rot an, sahen unsicher in Rolands Richtung:"Guten Morgen...."
Jan's Vater schnappte nach Luft:"Eigentlich wollte ich euch zum Essen holen.....aber, was....was sollte
das eben?!"
"Ich hab Masaru geküßt, ist das etwa falsch? Er ist doch mein Freund."
"Natürlich ist es das Jan!", Roland rang sichtlich um seine Fassung," das ist total gegen die Natur! Ein
Junge küsst keinen anderen Jungen!"
Jan war bleich geworden:"Aber...",er zögerte kurz,".........ich liebe ihn doch."
"Masaru ist aber ein Junge!!!!"
"Na und? Das weiß ich auch schon. Wo ist das Problem?"
Der Mann machte auf der Stelle kehrt und stürmte aus dem Zimmer, etwas verwirrt sahen ihm die beiden
nach. 
Masaru ließ sich wieder in die Kissen zurücksinken:"Jan...wie kann das hier falsch sein oder verboten? Es
ist doch so schön...."
"Es kann gar nicht falsch sein! Vater wird sich schon wieder einkriegen, hoffe ich...Gehen wir essen?"
"Und waschen?"
"Danach, du altes Waschweib!", Jan grinste frech, worauf ihm Masaru die Zunge rausstreckte.
"Hilfst du mir aus dem Bett?"
"Klar!", der Blonde hob Masaru vorsichtig hoch und setzte ihn in den Rollstuhl.
"Du tust als sei ich zerbrechlich."
"Wer weiß? Vielleicht bist dus ja auch." Jan küsste den anderen Jungen sanft auf die Wange.
"Ich mag diesen Stuhl nicht, Jan."
"Ich weiß, aber einmal wirst dus doch noch überleben, oder?"
"Wenn du mich schiebst?..."
"Eye, Sir!", Jan lächelte Masaru an, der dieses Lächeln erwiderte.

Das Frühstück stand noch auf dem Tisch, außerdem fanden sie noch einen Zettel von Roland.
> Ich hoffe, ihr wisst, dass das nicht gut gehen kann. Es ist verboten und der Natur zuwider. Ich möchte
heute abend mit euch sprechen. 8 Uhr im Wohnzimmer.<
"Ich weiß gar nicht, was der hat. Wo liegt denn das Problem!?", schnappte Jan.
"Das werden wir heute abend schon erfahren", kam es seelenruhig von Masaru,"gibst du mir mal den
Brotkorb?"
Jan biss in sein Nutellabrötchen:"Wasch scholl daran schon falsch sein. Ich raff'sch nicht!"
"Jetzt reg dich nicht auf. Uns kann es doch eigentlich egal sein, was andere sagen, solange wir uns
gegenseitig vertrauen."
Etwas irritiert sah Jan hoch:"Das hast du schön gesagt, darf man daraus schließen, dass du mich
vielleicht doch etwas mehr magst?"
Im Masarus Gesicht machte sich eine leichte Röte bemerkbar:"Hätte ich dich mich vorhin sonst küssen
lassen?"
Jan stand auf, ging zu dem anderen Jungen und nahm ihn von hinten in die Arme.
"Heute ist der mit Abstand schönste Tag in meinem Leben", flüsterte in Masarus schwarze Mähne.
"Das hätte früher sein können, wenn ein gewisser jemand sich zusammengerissen hätte..."
"Diese Anspielung hättest du dir problemlos sparen können!"
"Sei doch froh, wenn ich ehrlich zu dir bin."
"Hm..stimmt..........wollen wir zusammen baden?"
"Klar!", der Japaner wandte den Kopf und blickte in ein verunsichertes Gesicht,"hey, das ist schon in
Ordnung, ich will es doch selbst. Ich sage dir schon, wenn es genug ist."
Er küsste Jan sanft auf den Mund,"bringst du mich wieder hoch?"
Engelslächeln.
"Faulpelz!",schnaubte Jan, doch dann lachte er erleichtert auf.


Masaru ließ sein Schlafanzugoberteil auf den Boden fallen.
"Hilf mir mal."
Jan trug nur noch seine Pyjamahosen, er half Masaru aus seiner, hob ich hoch und setzte ihn vorsichtig in
die Badewanne, die sich inzwischen mit warmen Wasser gebildet hatte, durch dessen Dampf, die Scheiben
schon ganz beschlagen waren. Er nahm sie die Dose mit den Duschperlen, holte zwei heraus, die er im
Wasser auflöste. Ein angenhmer Rosengeruch breitete sich im Bad aus.
Jan stand noch immer in Hosen vor der Badewanne.
"Jan, das ist jetzt bitte nicht dein Ernst?! Sag jetzt nicht, dass dir das peinlich ist? Ich hab dich
doch schon oft genug nackt gesehen."
Jan lief rot an:"Aber diesmal ist es anders........"
"Da ist doch nix dabei, außerdem hast du jetzt sicher nicht die gleichen Absichten wie vor einem halben
Jahr. Ich finde es schön......Zieh endlich diese verdammte Hose aus!"
Jan wurde noch eine Farbskala roter, zog aber die Hose aus, Masarus Blicke wanderten ohne Scham über
seinen Körper, ein angenehmes Gefühl. Zögerlich kletterte er zu seinem Freund in die Badewanne.
"Komm mal her."
Jan kniete sich folgsam aus Masarus Oberschenkel, die dieser ja immer noch nicht bewegen konnte.
"Du machst dich ziemlich breit."
"Gomen, aber ich keine meine Beine immer noch nicht bewegen."
"Gar nicht?"
"Kaum, die Füße ein bißchen, aber sonst ist noch alles taub."
"Ist das sehr schlimm für dich?"
"Es geht, aber ehrlich gesagt: Ich bin froh, wenn ich wieder laufen kann. Neig mal deinen Kopf nach
unten."
Jan lief rot an.
"...du denkst schon wieder an was vollkommen falsches, Jan. Kopf runter."
Der blonde Junge neigte den Kopf, sein Blick "musste" so automatisch zwischen Masarus Beine fallen. Sein
Gesicht nahm die Farbe einer hochreifen Tomate an.
Masaru ließ sich von all dem nicht stören, schöpfte mit seinen Händen Wasser, bis Jans Haare ganz nass
waren. Jan rutschte ein Stück nach oben, lehnte sich an die Brust des Japaners. Ein erleichtertes Seufzen
entwich ihm, als Masaru begann das Shampoo in seine Haare einzumassieren. 
"Das muss jetzt einwirken", sagte Masaru, erhielt einen sanften Kuss auf die Wange.
"Jetzt bist du dran", Jan zog den etwas kleineren Jungen in eine sitzende Position, begann genauso wie
dieser Wasser zu schöpfen. Es dauerte lange bis Masarus lange Haare endlich richtig nass waren, Jan nahm
Masaru das Shampoo aus der Hand, schüttete sich einiges in die Hand, stellte es weg. Verteilte die weiße
Flüssigkeit in den schwarzen Haaren.
"Darf ich?", zögernd näherte er sich Masarus Gesicht. Leichtes Nicken. Jans Hände webten sanft in dem
weichen Haar, als sich ihre Lippen berührten. Augenblicklich stand Jan unter Strom, keuchte erschrocken
auf, als Masaru mit seiner Zungen vorwitzig in seinen Mund drang. Seit wann war sein Freund so mutig? Es
fühlte sich aber unglaublich gut an. 
Masaru löste sich langsam wieder, ließ seinen Kopf gegen Jans Schulter sinken. 
"Arigatou, Jan-chan."
Er seufzte erleichtert, als Jan ihn in den Arm nahm, sanft hin und her wiegte.
"Masaru....ich weiß, das passt jetzt gar nicht, aber können wir nicht das Shampoo rauswaschen, das brennt
wie verrückt in den Augen. Masaru lächelte ihn an:"Kein Problem."
Beide wuschen sich gegenseitig den Schaum aus den Haaren. Jan stand auf, kletterte wieder aus der Wanne,
angelte schnell nach einem Handtuch, das er sich um die Hüften band. Masaru hatte inzwischen das
Badewasser ablaufen lassen. Jan hob ihn hoch, setzte ihn an den Badewannenrand, trocknete seinen Freund
von Kopf bis Fuß ab. Danach wickelte er ihn in ein frisches Handtuch, trug ihn aus dem Bad in ihr Zimmer,
wo er ihn auf sein Bett legte, Masaru kuschelte sich sofort unter die Decke, Jan verschwand nochmal kurz
ins Bad.
In seinem weißen Bademantel kam er zurück, ging zielstrebig zu Masarus Schrank:"Was möchtest du
anziehen?"
"Gib mir erstmal nur Shorts und ein T-shirt, ich würd gern noch ein bißchen hier liegenbleiben." Er
streckte sich genüsslich und zwinkterte dem anderen Jungen zu, der errötend den Blick abwandte. Jan
kramte Masarus Sachen aus dem Schrank und warf sie diesem zu, schlurfte dann zu seinem eigenen und kramte
auch noch mal ein paar Shorts und sein violettes Lieblingsshirt heraus.
"Hey, Jan! Ich brächte mal deine Hilfe."
"...wird Zeit, dass sich deine Beine wieder bewegen lassen."
Seine Klamotten hinter sich her schleifend, watschelte er zu seinem Freund, der inzwischen sein
leuchtendgelbes Shirt angezogen hatte.
"Musste es eigentlich ausgerechnet DIESES T-shirt sein!?"
"Komplimentärfarben!",Jan zeigte grinsend sein violettes Shirt. 
"Toll!", Masarus Stimme triefte vor Ironie, "würde der Herr Künstler mir jetzt bitte mit den Shorts
helfen. 
"Ja, ja", der blonde Junge lief wieder rot an, als er Masaru vorsichtig in die Hosen half. Er wollte vom
Bett aufstehen, aber Masaru hielt ihn plötzlich von hinten fest, zog ihn zurück in die Kissen.
"Du bist süß, wenn du rot wirst, Jan", Masaru kicherte leise,"bleib bitte hier, ich möchte mich noch bei
dir bedanken...."
Er begann Jan von seinem Bademantel zu befreien.
"Masaru...?"
"Schon gut. Ich tu dir nichts." Masaru ließ seine Hände sanft über Jans Körper streicheln, der ein
kleines Stöhnen nicht unterdrücken konnte.
"..ngh..das meinte ich nicht. Ich meinte, ob das für dich auch OK ist?"
Masaru stützte sich mit den Unterarmen auf Jan ab, sah ihn erstaunt an:"Würde ich es denn sonst tun?
...ich möchte nur noch nicht, dass du mich so anfasst, das ist mir noch zu früh......"
Er wollte fortfahren Jan zu liebkosen, doch dieser entzog sich den weichen Händen und den sanften Lippen,
sprang aus dem Bett und hatte sich in Windeseile angezogen.
"Jan...hab ich was falsch gemacht?"
Der andere wandte sich lächelnd um:"Nein, hast du nicht", er kniete sich auf die Bettkante, sah Masaru
ernst an," aber wenn...wenn....wenn, dann möchte ich, dass wir es zusammen erleben."
Der Junge vor ihm errötete leicht, nicke schüchtern:"Ok....tut mir leid..."
"Wir sollten aufhören uns ständig beim andern zu entschuldigen, findest du nicht auch?" Er wuschelte
Masaru durch die immer noch nassen Haare. "Soll ich sie dir fönen. Ich könnt dir sogar nen Zopf flechten,
säh sicher echt süß aus."
"Einen Zopf?..von mir aus."
Jan sprang lachend auf, so mochte er Masaru, er wollte ihm NIE wieder wehtun, nur für ihn da sein. Masaru
hatte sich so gut wie möglich aufgerichtet.
"Es wäre glaube ich besser du würdest dich auf einen Stuhl setzen!"
"Haha...!"
"Ich helf dir ja auch!" Jan hob den kleinen Jungen hoch und setzt ihn auf seinen Schreibtischstuhl.
Schnell schloss er den Fön an, begann die dicken schwarzen Haare zu trocknen.
"Finito!", Jan begann vorsichtig durch die Haare zu kämmen," wenns zu sehr ziept, musst du dich melden."
Jan begann aus dem schulterlangen Haar einen Zopf zu flechten, zauberte ein Haarband hervor. "Bitte der
Herr!"
"Danke", Masaru neigte den Kopf nach hinten, zog Jans Gesicht zu sich, hauchte ihm einen Kuss auf den
Mund, " so gut hätte ich das nie hingekriegt."
"Ich verlange ja auch eine Gegenleistung!"
"Und was?"
"Bringst du mir endlich bei, wie man Steine flippt, ich hab dich doch damals nicht gelassen..."
"Klar, aber vorher gehen wir Mittag essen!"
"Wie kann ein Mensch nur so dürr bleiben und doch solche Unmengen vertilgen!?" Lächelnd hob er Masaru
hoch, trug den Jungen ins Esszimmer.
"Herr Jan?", ein Zimmermädchen kam auf die beiden zu, die sich gerade an der Rindfleischsuppe (Mjam)
gütlich taten,"ich soll sie nur noch mal daran erinnern, sich heute abend pünktlich um acht Uhr zusammen
mit Herrn Masaru im Wohnzimmer einzufinden."
"Schon gut!", fauchte Jan, das Mädchen verließ eiligst den Raum,"was denkt mein Alter sich!" Wütend
schmiss Jan den Löffel in die Suppe, die in alle Richtungen spritzte.
"Hey, Jan! Jetzt übertreib mal nicht, ganz ruhig bleiben. Roland kann doch gar nichts machen."
"Du vergisst eine ganz wichtige Kleinigkeit: Er hat dich gekauft, für mich!", brachte Jan verbittert
hervor.
"...dann gehöre ich doch dir und er kann nichts gegen uns unternehmen...."
"Falsch!",sagte der blonde Junge fest,"er hat dich zwar für mich gekauft, aber im Grunde gehörst du ihm.
ER hat bezahlt!"
Masarus Augen weiteten sich vor Schrecken:"...heißt das, Roland könnte..."
"Ja! Er könnnte! Er könnte dich weiterverkaufen. Von mir wegbringen. Aber das lasse ich NICHT zu!"
"Aber das würde er doch nie tun?!"
"Das werden wir heute abend sehen..."
Masaru begann unsicher zu lächeln:"Dann genießen wir doch diesen Tag, Jan. Das jetzt und hier."
"Ach Masaru...",Jan musste sich beherrschen, um nicht zu weinen,"glaubst du es bringt etwas vor der
Realität zu fliehen? Sie holt uns doch schon heute wieder ein."
"Wir fliehen nicht Jan. Wir nutzen nur die Zeit, die uns sicher ist. Vielleicht sind es wirklich nur noch
die wenigen Stunden bis um acht Uhr."
"...wenn du das so siehst. Es klingt zwar irgendwo bitter....aber dann gehen wir!"
Sie gingen schnell in ihr Zimmer, zogen sich warme Sachen an und machten sich auf dem Weg nach draußen.
Jan trug Masaru Huckepack.
Es war viel Schnee gefielen, selbst auf dem Steinpfad zum Schnee hatte man ihn nicht gänzlich räumen
können.
"Bin ich dir auch nicht zu schwer, Jan?"
"Ach Quatsch. Du bist so ein Fliegengewicht, das merk ich kaum." Jan lachte leise.
"Sieh mal, der See ist zugefroren."
"Shit! Und jetzt? Ich will nicht wieder rein."
"Lauf da drüben lang, in den Wald."
"Und was ist da?"
"Weißt du das nicht? Ich dachte du wohnst hier?"
"Du weißt genau, dass ich nicht oft draußen bin. Was ist denn jetzt da hinten?"
"Lass dich überraschen", flüsterte Masaru ihm ins Ohr, während Jan schnaufend durch den kniehohen Schnee
stampfte. Masaru schloss die Augen, lauschte Jans Atem, dem Wind, den wenigen Vögeln, die geblieben
waren.
"Meintest du das?", Jan deutete durch eine Kopfbewegung nach vorne, "meintest du diese Gartenlaube?"
Masaru öffnete blinzelnd die Augen:"Hm?...Ja das ist sie.."
"Hast du geschlafen?", fragte Jan neckisch.
"Nein, ich hab deine Nähe genossen....jetzt geh schon hin!"
"Woher kennst du diesen Platz?"
"...ich hab ihn durch Zufall gefunden. Damals, als du mich geküsst hast und mir so grob klar gemacht
hattest, dass ich doch nur dein Besitz sei. Als du ins Haus zurück bist, konnte ich nur noch laufen,
wollte weg, weit weg. Irgendwann bin ich auf diese Laube gestoßen. Ich bin immer hier hin gekommen, wenn
du..."
"...wenn ich dich vergewaltigt habe, sag es ruhig", kam es trocken von Jan. Masaru schwieg, schmiegte
sich nur enger an den Körper des anderen.
"Schon gut, Masaru. Ich stehe zu meinen Fehlern....wow! Hier drinnen siehts ja richtig gemütlich aus!
Decken, Kissen, Kerzen...du hast dich ja richtig eingerichtet!"
"Im Winter ist es nunmal verdammt kalt!", verteidigte sich der Japaner,"jetzt geh rein, bei dem Wind
frieren mir gleich noch Nase und Ohren ab!"
Jan trat ein, setzte Masaru auf die an die Wand gerückte Bank.
"Gib mir bitte mal eine Kerze...danke...und häng diese Decke vor die Tür, damit der Wind und die Kälte
draußen bleiben."
Masaru zündete mit seinem Feuerzeug die Kerze an, während Jan noch schnell aus Decken und Kissen ein
gemütliches Lager auf dem Boden bastelte. Masaru hatte die Kerze auf der Bank abgestellt und war Jans
Beispiel gefolgt, die Jacke auszuziehen. Er ließ sich einfach herunterfallen auf Decken und Kissen. Seine
Beine hielten noch nichtmal der geringsten Belastung stand.
"Masaru?!"
"Alles in Ordnung!", Masaru zog seine Beine mit den Händen, bis die auch auf der Decke lagen. Jan deckte
seinen Freund zu und schlüpfte dann zu ihm unter die Decke. Sanft schlang Jan seine Arme um Masaru,
wollte ihn nie wieder loslassen, seine eine Hand strich immer wieder durch das samtschwarze Haar, der
Zopf war draußen vom Wind schon lange zerzaust worden.
"Masaru?"
"Hm?"
"Fehlt dir deine Familie?"
"Nein, Paps war ein Säufer, er hat mich verkauft und oft auf Mama und mich eingeschlagen. Mama hat oft
Pillen geschluckt, nach denen sie immer ganz durchgeknallt war. DROGEN! Meine Schwester verschwand als
ich 2 Jahre alt war, von ihr kenne ich nur das Foto, was ich hier neben dem Bett stehen habe."
"Bereust du es hier zu sein? Hasst du deinen Vater dafür?"
"Im Grunde muss ich ihm ja dankbar sein, dass ich hier bin. Wegen dir....aber ich bin auch sauer auf ihn,
denn sicher hat er das Geld verspielt oder vertrunken. Am Anfang hab ich sogar noch gedacht, sie würden
sich bei mir melden, fragen wie es mir geht! NICHTS! NIE! Ich war ihnen vollkommen egal!"
"Mir bist du nicht egal. Das wird sich auch nie ändern!" Jan küsste den Jungen neben sich, sanft auf die
Wange. 
Masaru kuschelte sich enger an ihn, nach kurzer Zeit war er eingeschlafen. Jan genoss es seinen Freund
einfach nur zu beobachten...er war so schön. Er musste gegen seinen Willen gähnen, vorsichtshalber
stellte er seine Armbanduhr auf sieben Uhr, das musste früh genug sein. Dann schlief auch Jan ein.

Was erwartet die beiden jetzt nur? (würde mich selbst interessieren, hab nämlich noch keinen Plan! ^^;;) 
Danke fürs Lesen!
Sal

You must set the /tmp/ad_network_ads.txt file to be writable (check file name as well).