Titel

 



Titel: Ranma und die Sache mit dem Kuss 

Teil 1 

Autor: Tenshi 

E-Mail - Habe eine neue E-Mail Adresse: 
Tenshi31Lili@hotmail.com 
Bin aber auch noch über die alte erreichbar! 
(J.Sacher@t-online.de) 

Disclaimer: Ranma gehört Rumiko Takahashi, ich 
verdiene nichts daran usw. 

Rating: sap (und ein kleines bisschen com) 

Warnung: keine 

Pearing: Ranma Saotome/Mikado Sanzenin 

Info: Ranma im Gefühlschaos - Akane lüftet ein Geheimnis - 
Ryogas trifft eine Entscheidung - Und was führt Mikado im 
Schilde? 

Die Story knüpft an die Geschehnisse in Heft 3 & 4 
der deutschen Bände von Ranma 1/2. 


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Teil 1.


Es war ein Tag wie jeder andere, 
im Hause Tendo herrschte das übliche Chaos. Alle saßen am 
Esstisch, Soun Tendo und Genma Saotome diskutierten mal 
wieder über Kampfsporttechniken und schafften es trotzdem 
tüchtig den Reis in sich hinein zu schaufeln. Kasumi goss gerade 
ihrer Schwester Nabiki Tee ein und flüchtete daraufhin in die 
Küche. Nabiki amüsierte sich köstlich über die zwei Streithähne 
Akane und Ranma. Die zwei waren mal wieder aneinander 
geraten und fetzten sich heftig. 

Eben ein Tag wie jeder andere. 

"Hör zu, Akane...", 
wetterte Ranma gerade. 
"...ich habe wirklich keine Ahnung wie Shampoo in mein 
Bett gekommen ist. Sie muss sich nachts hinein 
geschlichen haben. Ich war genauso erstaunt wie du, als sie 
plötzlich neben mir lag!" 
"Wen interessiert, was du gedacht hast, Hentai!", 
fauchte Akane ihn an. 
"Aber musst du unbedingt in meinem Haus mit dieser 
Chinesin rummachen?" 
Ranma riss der Geduldsfaden. 
"Hast du mir nicht zugehört, Baka. Ich hab nicht mit 
ihr rumgemacht", 
schrie er. 
Wutentbrannt sprang Akane auf. 
"Wie hast du mich eben genannt? Du...du...du Transe", 
warf sie ihrem Gegenüber entgegen. 

Akane machte damit eine Anspielung darauf, dass Ranma 
gelegentlich Kleider trug und schon eine beachtliche Sammlung 
davon in seinem Schrank hängen hatte. Das er diese jedoch nur 
trug, wenn er sich in das Mädchen Ranma-chan 
verwandelt hatte, ignorierte sie kurzerhand in ihrer Wut. 

Nun war sie aber wirklich zu weit gegangen. 

Ranma sprang ebenfalls auf, ballte die Fäuste und brüllte, 
"Was bin ich? Du musst ganz ruhig sein, du...du 
Machoweib" 
Der Streit schien zu eskalieren. Mit zornig funkelnden 
Augen standen sie sich gegenüber. 

"Akane, Ranma. Bitte beruhigt euch wieder", 
bat Kasumi die beiden. Sie war gerade aus 
der Küche zurück gekommen. In ihren Arm hielt sie ein kleines 
schwarzes Schweinchen, dass ein Stirnband um den 
Hals trug. 
"Schaut mal wen ich eben gefunden habe?" 

"P-chan! Wo warst du denn die ganze Zeit?", 
rief Akane freudig aus und sofort verwandelte sich ihr 

finsterer Blick in ein strahlendes Lächeln. 
Sie lief zu ihrer großen Schwester, packte P-chan und 
drückte ihn liebevoll an ihre Brust. 

Das Schweinchen grunzte zufrieden. 

Ranma, den Akane scheinbar völlig vergessen hatte, 
trat neben das Mädchen. 
"Irgendwie ist er ja süß, so als Schwein...", 
bemerkte er und machte Anstalten, das Schweinchen zu 
streicheln. Flüsterte jedoch P-chan mit einem breiten 
Grinsen zu, 
"Hey Ryoga, ich dachte du wolltest die Stadt 
verlassen?" 
Als Antwort schnappte das kleine Schweinchen wütend 
nach ihm. Schnell zog Ranma seine Hand aus dessen 
Reichweite und trottete schmollend davon. 

Schade dass Ryoga kein Spaß versteht, dachte er traurig. 
Dieses ständige Kräftemessen mit seinem einstigen 
Freund und Schulkamerad ging Ranma schon eine ganze 
Weile auf den Geist. Es ging dabei schon lange nicht 
mehr darum Akanes Gunst zu gewinnen, sie war nur der 
Vorwand. Es ging darum, wer von ihnen der Bessere im 
Kampf war und 
wären sie beide nicht so furchtbar stur, hätten sie sicher 
wieder Freunde werden können. Vor allem weil sie ein 
Geheimnis teilten, denn Ryoga war auch in eine verwunschene 
Quelle gefallen und verwandelte sich bei der Berührung mit 
kaltem Wasser in eben dieses süße kleine Schweinchen. 

Aber sie waren nun einmal so furchtbar stur. 

"Kommst du mit Sohn? ich muss noch zu Dr. Toufu" 
Ranmas Vater war neben ihn getreten und unterbrach 
seine Gedanken. 
"Klar doch. Da kann ich einen Abstecher zum Markt 
machen... 
...und ein paar Süßigkeiten abstauben", 
antwortete Ranma, dessen Laune bei diesem Gedanke 
gleich wieder besser wurde. Er eilte ins Haus zurück und kam 
tropfnass als Ranma-chan wieder. Schnell zog er den Gürtel 
seines 
chinesischen Anzugs um die nun viel schlankere Taille und 
folgte seinem Vater, der kopfschüttelnd voran schritt. 



Die Hände voller Leckereien und zufrieden kauend schlenderte 
Ranma durch die Straßen. Manchmal war es ja ganz praktisch 
ein Mädchen zu sein. Eine kokette Bewegung, ein schüchternes 
Lächeln und schon bekam er was er wollte. 

Es war so einfach. 

Gerade bog er um eine Straßenecke als plötzlich, wie aus dem 
Nichts Mikado Sanzenin vor ihm stand. Vor Schreck sprang 
Ranma in die Luft und landete nach einem gekonnten Salto 
wieder auf dem Boden. Der Schreck saß ihm in den 
Gliedern. 

Sofort erinnerte sich Ranma an die letzte Begegnung mit diesem 
Jungen. An den etwas aus den Fugen geratenen Wettkampf 
auf der Eisbahn und wie er für Mikado nicht besonders 
angenehm geendet hatte. 
Aber vor allem erinnerte er sich aber an den Kuss, den 
er - das Heißt, den er als Ranma-chan - von Mikado bekommen 
hatte. An dieses seltsame Gefühl, das er dabei empfunden hatte. 
Er war so wütend auf den Jungen gewesen - Mehr auf sich 
selbst, denn Mikado war ja im Glauben gewesen, er hätte ein 
normales Mädchen geküsst, obwohl es natürlich dreist von ihm 
gewesen war. Nein, er war wütend auf sich, weil dieser Kuss 
ihn so verwirrt hatte, weil er es alles andere als unangenehm 
empfunden hatte. 

Konnte es sein, dass er, wenn er Ranma-chan war, schon wie ein 
Mädchen fühlte. Dieser Gedanke war nicht weniger 
beunruhigend. Ranma zuckte zusammen, als Mikado ihn 
ansprach. 

"Hallo schönes Mädchen. Was für ein glücklicher Zufall dass wir 
uns hier wiedersehen" 
Mit seiner üblichen Gelassenheit lächelte der Schüler und 
Meister im Eiskunstlauf der Kolkhoz High School 
Ranma-chan an. Ranma wusste nicht was er darauf erwidern sollte. 
Verlegen schaute er zu Boden und das war keine Show von ihm um 
etwas zu bekommen... Er fühlte sich wirklich ein wenig 
geschmeichelt, dass Mikado ihn >schönes Mädchen< genannt hatte. 
"Ähm...Hallo", 
brachte er nur hervor. 

Die Situation wurde immer peinlicher. 

"Wäre es sehr aufdringlich wenn ich dich zu einer 
Tasse Tee einlade?", 
fragte Mikado und wirkte plötzlich ein wenig verlegen. 
Ranma blickte auf und schaute den anderen Jungen überacht an. 
Was hatte Mikado eben gefragt? Das hörte sich wie eine 
Einladung zu einem Date an. 
Das ist doch nicht zu fassen, jetzt werde ich auch 
noch rot, dachte Ranma. Irgendwie war dieser Mikado in seiner 
Art richtig charmant - Oh nein, nun dachte er schon wieder wie ein 
Mädchen. 
Er musste unbedingt so schnell wie möglich diese peinliche 
Situation beenden. 
"Ich muss weiter... Sayonara", 
murmelte er und bevor Mikado noch etwas sagen konnte, 
eilte Ranma davon. 

Verdattert schaute Mikado dem geheimnisvollen Mädchen, 
dessen Name er nicht einmal kannte, hinterher. 



Zur gleichen Zeit fragte sich Akane, während sie ihre 
täglichen Kampfübungen im Trainingsraum absolvierte, wo Ryoga 
nur steckte. Sie hatte ihn schon seit ein paar Tagen nicht 
mehr gesehen. Sonst war er doch immer gleich zur Stelle 
wenn sie sich mit Ranma gestritten hatte. 

Nabiki steckte ihren Kopf durch die Schiebetür der 
Trainingshalle. Als sie sich unbeobachtet fühlte, 
zauberte sie schnell einen Fotoapparat aus ihrer Jackentasche 
und schoss ein paar Fotos von ihrer Schwester. 

"Hast du eine Ahnung wo Ryoga steckt, Nabiki?", 
fragte Akane ohne dabei mit dem Training aufzuhören. 
Das Mädchen hinter der Tür erstarrte vor Schreck und 
steckte hastig den Fotoapparat wieder in die Tasche. Mit 
unschuldiger Miene gesellte sie sich zu ihrer Schwester und 
antwortete mit einem Achselzucken, 
"Ranma sagte was davon, dass er die Stadt verlassen 
wollte" 
"Typisch Ranma...", 
fluchte Akane lauthals und drosch auf die Übungspuppe ein. 
"...und mir erzählt er wieder mal nichts davon. Dieser 
Idiot!" 

Hastig suchte Nabiki das Weite. Wenn ihre kleine Schwester 
so eine Laune hatte, sollte man lieber nicht in ihrer 
Nähe sein. 



Ranma verlangsamte seine Schritte erst, als er vor dem Haus von 
Dr. Toufu angekommen war. Am Eingang des Hauses stand ein 
großer, dicker Pandabär und fegte den Boden. 
"Hey Paps", 
rief Ranma, erfreut seinen Vater zu sehen. Er nahm sich fest vor 
ihn heute irgendwie zu einer Reise nach China zu überreden um 
diesen verdammten Fluch wieder los zu werden. Wenn er sich 
nicht mehr in ein Mädchen verwandelte, würden diese seltsamen 
Gefühle, die er für diesen Mikado empfand, sicher wieder 
verschwinden. 

Unwissend, dass der andere Junge ihm heimlich gefolgt war, 
sprang er auf den Panda zu und verwickelte ihn in eine 
spielerische Rauferei. 
Lachend saß er auf dem Bauch des Pandas und kitzelte ihn aus. 
Der hielt plötzlich ein Schild in seiner großen Pranke hoch. 

>HA HA HA... AUFHÖREN!< 

War darauf zu lesen. Er drehte das Schild um und auf der 
Rückseite stand: 

>LASS UNS HEIMGEHEN, ICH HABE HUNGER!< 

"Du hast doch immer Hunger, mein Dickerchen", 
feixte Ranma, rutschte aber vom Bauch des Pandas und hob den 
Besen auf, der bei der Rangelei achtlos auf dem Boden gelandet 
war, drückte ihn dem Panda in die Pranke und fügte hinzu, 
"Ok, gehen wir. Vielleicht hat Kasumi noch ein paar von den 
leckeren Reisbällchen übrig" 
Zu Ranmas Überraschung verschwand der Panda durch die Tür 
zu Dr. Toufus Praxis, anstatt mit ihm den Heimweg anzutreten. 
Mit verschränkten Armen wartete er darauf das sein Vater wieder 
zurück kam. 

Währendessen, einige Meter von ihm entfernt, hinter einer 
Mauer versteckt, wunderte sich Mikado über das seltsamen 
Verhalten des Mädchens. Was hatte sie mit Mr. Saotome zu tun? 
Den freundlichen Panda, der in Wirklichkeit der Vater von 
diesem durchgeknallten Jungen Ranma war, hatte er kennen 
gelernt als er kürzlich wegen einem verstauchten Arm den Doktor 
aufsuchen musste. 

Hatte das Mädchen ihn eben Paps genannt? 

Mit triefend nassem Gesicht erschien Mr. Saotome in seiner 
menschlichen Gestallt wieder. In seiner Hand eine Kanne mit 
dampfendem Wasser. Bevor Ranma reagieren konnte schoss eine 
Salve der heißen Flüssigkeit in seine Richtung und verwandelte 
ihn in sekundenschnelle in den Jungen Ranma zurück. 

"Mann, willst du mich verbrühen", 
meckerte Ranma, während er seinen tropfenden Zopf auswrang. 
"Ich wusste ja nicht, dass du seit neusten gerne als Mädchen 
herumläufst, Sohn", 
erwiderte Mr. Saotome. 
Als Antwort verpasste Ranma seinem Vater einen gekonnten 
Tritt in die Seite, sodass dieser etwas taumelte. Wütend verfolgte 
Genma Saotome seinen Sohn, der lachend weglief. 
"Warte nur du ungezogener Bengel", 
rief er ihm kampflustig hinterher. 

Mit weit aufgerissenen Augen und bleichem Gesicht hatte 
Mikado das kleine Schauspiel beobachtet. Das geheimnisvolle 
Mädchen und dieser verrückte Ranma waren ein und dieselbe 
Person - Wie konnte das sein? Nach Fassung ringend stützte er 
sich mit beiden Händen an die Mauer und blickte auf den Boden. 

Es dauerte einige Minuten, bevor der Junge sich wieder regte. 
Er schaute auf und sein Gesicht hatte einen seltsamen Ausdruck. 
"Wenn das so ist, bleibt mir nur eine Wahl..." 
Mit diesen Worten eilte er davon. 



Mit P-chan im Arm saß Akane auf der Terrasse und blickte 
gedankenverloren in die Ferne. 
Warum war Ryoga einfach fort gegangen, ohne ihr wenigstens 
>Auf Wiedersehen< zu sagen? 
Hoffentlich hatte er sich nicht wieder verlaufen. Ach, er verlief 
sich doch immer, der arme Kerl hatte wirklich überhaupt keinen 
Orientierungssinn. 

"Weißt du P-chan, irgendwie vermisse ich diesen Chaot Ryoga. 
Er hat sein Herz am richtigen Fleck und ist immer so nett zu mir. 
Wenn Ranma nicht wäre, ich glaube, da hätte ich mich schon längst 
in ihn verliebt", 
sagte sie mehr zu sich selbst als zu P-chan und drückte das kleine 
Schweinchen noch fester an sich. 

Fassungslos schaute das Schweinchen Akane an. 


Ende Teil 1. 

Danke fürs lesen!

(...und ein dickes Dankeschön an Kizu fürs Betalesen ^ - ^)

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