Autor: Scuttle und Milly-chan
E-mail: grasshalmaufderwiese@web.de und Angelmilly@web.de
Serie: Zetsuai
Rating: PG
Der kalte Wind blies fast schmerzhaft über Koji Nanjo’s Gesicht. Es war mal wieder Winter, der Schnee lag Zentimeter dick auf den Bäumen und Dächern. Izumi und er hatten für das Wochenende eingekauft und waren auf dem Weg nach Hause*. Izumi schmiegte sich näher an Koji um sich zu wärmen. So gingen sie durch die zugeschneiten Straßen. Noch vor kurzem wäre ihnen kein einziger Paparazzi hinterher gelaufen, doch das hatte sich nach ihrer ‚achso schrecklichen Enthüllung schlagartig geändert. Die Fotografen liefen ihnen in Scharen hinterher und belagerten sogar ihr Haus rund um die Uhr. Gerade jetzt war es wieder ganz schlimm.
"Können uns diese Idioten nicht mal Samstags In Ruhe lassen, am liebsten würde ich ihnen allen mal die Fresse polieren, diese miesen Schweine..."
Ärgerte sich Izumi. Koji grinste nur.
"Immer mit der Ruhe, zeigen wir denen doch einfach was sie sehen wollen." Koji riss Izumi an sich, warf ihn auf die Motorhaube eines Autos und gab ihm einen langen, leidenschaftlichen Kuss. Sofort waren sie von Blitzlichtern umringt. Izumi stieß ihn von sich weg.
"Was soll den das? In aller Öffentlichkeit! Du spinnst doch! War das denn wirklich nötig?" schrie Izumi ihn an.
" Nagut, dann halt nicht." Koji nahm seine Tasche und ging weiter als wäre nichts geschehen.
"Hey Koji warte auf mich!" rief Izumi hinter ihm her. Als er ihn eingeholt hatte waren sie schon zu Hause und mussten sich erstmal durch einen Wall von Fotografen kämpfen um zur Haustür zu gelangen.
Izumi schlug die Tür hinter sich zu und folgte Koji wütend in die Küche.
"Mein Gott, kannst du dich eigentlich nicht beherrschen?" fragte Izumi vorwurfsvoll.
"Ich dachte es macht dir nichts aus, oder stehst du etwa nicht zu mir?" Koji blickte Izumi lange an, bevor dieser antwortete.
"Du weißt doch das ich dich liebe." Izumi gab ihm als Beweis einen Kuss. Sie begannen die eingekauften Sachen wegzuräumen und ein bisschen Ordnung zu schaffen damit sie sich zum essen an den Tisch setzen konnten. Izumi schaute auf die Uhr
"Schon 23:43:26 ich geh schon mal ins Bett. Gute Nacht."
"Bis gleich" grinste Koji hinter ihm her. Etwas später kam Koji auf Zehenspitzen ins Schlafzimmer und legte sich zu Izumi ins Bett, welcher schon tief schlief. Er schaute den schlafenden Izumi lange an, lächelte und flüsterte:
" Du bist so schön, so zerbrechlich wenn du schläfst, ich könnte nicht mehr ohne dich leben." Er strich Izumi zärtlich über den Kopf und schmiegte sich dann ganz eng an ihn, um kurz darauf auch einzuschlafen.
Als sie am nächsten Morgen beim Frühstück saßen kam Koji die Idee, das sie ja eigentlich schon lange nicht mehr spazieren gegangen waren und kurz darauf waren sie eingehüllt in dicke Wintermäntel unterwegs. Die Schneedecke war über Nacht noch gestiegen und so kämpften sie sich durch die engen Straßen. Nach einer Weile kamen sie an einen Kiosk, wo sie zu Izumis Entsetzen in jeder größeren Zeitung auf dem Titelbild abgebildet waren. Koji, der diese Tatsache anscheinen gar nicht realisiert hatte lief einfach weiter, bis Izumi ihm hinterher rief :
"Scheiße Koji schau dir das mal an, wir sind in allen Zeitungen!"
"Das war doch klar" sagt Koji gleichgültig.
"Das lässt dich ja anscheinend völlig kalt!" schrie Izumi
" Stimmt genau. Ist mir doch egal was diese ganzen Idioten über mich schreiben." sagt Koji immer noch ohne jegliche Regung.
"Verdammt noch mal Koji, es geht hier nicht nur um dich, wann lernst du endlich auch an Andere zu denken? Es gibt nicht nur dich auf dieser Welt, Koji, es mag sein, das du berühmt bist aber das gibt dir noch lange nicht das Recht so mit anderen umzuspringen!" "Aber..." Koji fehlten zum ersten Mal in seinem Leben die Worte, aber Izumi schrie ihn nur weiter an:
"Denk darüber nach, Koji!" Izumi drehte sich um und stapfte davon. In der Straße wurde es so still, das man nur noch Izumis Schritte hörte. Doch plötzlich wurde diese Stille durch einen Knall zerrissen. Izumi zuckt zusammen, ging noch ein paar Schritte weiter bevor er in den Schnee sank und dort regungslos liegen blieb.
"Izumi!" schrie Koji verzweifelt und rannte zu ihm. Izumi versuchte eine Hand nach ihm auszustrecken.
"Koji..." brachte er mit letzter Kraft hervor, bevor er das Bewusstsein verlor. Koji fiel vor ihm in den Schnee und versuchte ihn zum sprechen zu bringen.
"Izumi, sag doch was. Was ist mit dir? Wa.. Wach auf, bitte!" schluchzte er verzweifelt und wollte ihm mit der Hand über den Kopf streichen, als sein Blick auf das Blut auf seiner Hand fiel.
"Blut...?!" Er riss Izumi’s Mantel auf und bemerkte voller Entsetzen, das dieser eine stark blutende Wunde am Bauch hatte und sich das Blut langsam in den Schnee sickerte. Er nahm gar nicht wahr, das der Kioskbesitzer einen Krankenwagen rief.
"Izumi ... Nein, das kannst du mir nicht
antun, ...du darfst mich nicht verlassen, was sollte ich denn ohne dich machen?
Du bist mein Leben, wenn du stirbst... sterbe ich mit dir!" Koji brach
weinend über Izumi zusammen und hörte nur noch leise die Sirenen des näher
kommenden Krankenwagens.
Als er wieder aufwachte lag Koji allein in einem Krankenzimmer. Er setzte sich langsam auf und versuchte sich daran zu erinnern wie er hierher gekommen war. Er dachte an Izumi, was war mit ihm geschehen? Er stürzte aus dem Zimmer und fragte die erstbeste Krankenschwester nach Izumi. Diese wollte ihn dazu bringen wieder ins Bett zu gehen, doch er stieß sie zur Seite.
" Wenn sie mir nicht sagen wo Izumi ist, dann durchsuche ich jedes einzelne Zimmer in diesem Krankenhaus. Ich kann ihn jetzt nicht allein lassen, nicht jetzt...!"
"Herr Izumi ist noch in der OP. Eine Kugel hat seine Niere durchdrungen und ist dann an einer Rippe abgeprallt." sagte die Schwester.
"Was, ...was wird jetzt aus ihm?" Fragte Koji mit zitternder Stimme
"Wir können ihnen leider noch nichts genaues sagen, aber die Chancen stehen nicht sehr gut für ihren Freund."
" ...." Koji starrte die Krankenschwester entgeistert an, er ließ sich mit dem Rücken an die Wand fallen, sank an ihr hinab und begrub sein Gesicht in seiner Hand.
"Es ist alles meine Schuld!.......bitte verzeih mir Izumi, ..... ich konnte doch nicht ahnen, das ..... das soetwas.......!" Koji schüttelte den Kopf. Die Krankenschwester kam und setzte sich zu ihm.
"Nanjo-sama, vielleicht kann ich es so einrichten, das sie nach der Operation direkt zu ihm können."
" Danke."
"Schon OK." Sie stand auf und ging in Richtung OP.
Nach einiger Zeit kam sie zurück und führte Koji in ein leeres Krankenzimmer.
" Ihr Freund wird nach der OP direkt hierher gebracht." Sie drehte sich schweigend um und ließ Koji allein in dem kahlen Raum zurück. Kurze Zeit später flog die Tür auf und die Ärzte rollten Izumi herein. Nachdem sie ihn an ein EKG-Gerät angeschlossen und ihm zwei neue Infusionen angehängt hatten ließen auch die Ärzte Koji und Izumi allein. Koji setzte sich neben Izumis Bett und nahm vorsichtig seine Hand. Er sah ihn an, sah wie er mit dem Tod ringte. So saß er lange Zeit schweigend da und dachte nach. schließlich sagte er leise:
"Du hattest recht, es gibt für mich nur einen Menschen auf der Welt, ... dich. Izumi ich liebe dich.! Lass mich jetzt bitte nicht im Stich!" Koji betrachtete Izumis blasse Lippen.
"Du siehst so friedlich aus. ..... Ich hoffe du hast keine Schmerzen." Er gab ihm einen traurigen Kuss.
Eine Krankenschwester kam herein um Izumis Zustand zu überprüfen.
"Was ist, wird er durchkommen?" fragte Koji besorgt.
"Das entscheidet sich heute Nacht Herr Nanjo, wenn er diese Nacht übersteht, hat er das Schlimmste überstanden."
"Ich muss bei ihm bleiben. Ich kann ihn jetzt nicht alleine lassen!"
"Aber Herr Nanjo, ......." die Krankenschwester hielt inne als sie seinen flehenden Blick bemerkte.
"Na gut. Ich sage den Ärzten Bescheid."
"Danke." sagte Koji kurz. Die Krankenschwester ging wieder hinaus. Koji setzte sich wieder auf den Stuhl neben Izumis Bett und blieb solange dort, bis er einschlief.
Izumi blinzelte und öffnete dann langsam die Augen.
"Wo..... au!" Er fasste sich an die Seite, und bemerkte den dicken Verband. Er schaute sich um und sein Blick fiel auf den schlafenden Koji, dessen Kopf auf sein Bett gesunken war und der immer noch seine Hand hielt.
"Koji....? Was ist denn passiert?" Er lockerte sanft Kojis Griff und strich ihm mit der Hand durch das Haar. Koji wachte auf und sah erleichtert, das Izumi aufgewacht war.
"Izumi, wie geht es dir?" fragte Koji besorgt
"Mhhhm .... gut?" sagte Izumi schwach.
" Ähhh was ..... was ist .... mit mir?" Izumi versuchte sich hinzusetzen, wurde aber von Koji sanft auf das Kissen zurückgedrängt.
"Du wurdest angeschossen."
"Aber ... aber warum?" Izumi sah verwirrt aus.
"Ich weiss es nicht. Izumi ich habe darüber nachgedacht, was du gesagt hast."
"Wirklich?" Ein lächeln huschte über Izumi’s blasses Gesicht. Koji schaute Izumi tief in die Augen.
"Mir ist heute Nacht klar geworden, das es für mich nur einen einzigen Menschen auf der Welt gibt, dich." Koji hauchte ihm einen Kuss auf die Hand. In diesem Moment wurden sie von einem Arzt unterbrochen, der gerade zur Tür hinein kam.
"Guten Morgen zusammen," sagte der Arzt und zu Izumi gewandt: " wie geht es ihnen?" "Ganz gut, bis auf die Schmerzen in der Seite." Sagte Izumi.
"Tja, die werden so schnell auch nicht weg gehen. Aber ich kann ihnen eine erfreuliche Nachricht bringen!" er reichte Koji eine Zeitung, die er schon die ganze Zeit in der Hand gehalten hatte.
"Lesen sie das." sagte er als er Koji’s verwirrten Gesichtsausdruck bemerkte. Koji las laut den Artikel mit der Überschrift:
KOJI NANJO’S FREUND VON VERRÜCKTEM
FAN ANGESCHOSSEN Koji allein in dem kahlen Raum zurück.
vor.
Nach 14 Tagen wurde Izumi entlassen und er
und Koji leben wieder im alten, gewohnten Streit miteinander........
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