Black Roses

Black Roses don`t expire

Part 1

Eigentlich durfte er keine Liebe empfinden. Er war dazu ausgebildet worden, Menschen zu töten. Er war extra auf solch eine Schule gegangen um dies zu lernen. Doch jetzt schien dieser Junge ihm alles umzukrämpeln. Er lies ihn einfach nicht mehr los. Diese Augen, dieses Lächeln - verdammt einfach alles an diesem Jungen schien ihn zu faszinieren. Dabei stand er auf seiner Schwarzen Liste ganz oben. 
Er rannte schon seit Stunden durch den kalten Regen und begann langsam an seinem Verstand zu zweifeln, denn sonst hatte er immer warmen Regen bevorzugt. Sollte er doch krank werden, irgendwie musste er diese Gedanken loswerden. Sayuka spürte wie seine überlangen weißen Haare langsam schwer wurden und seinen Kopf nach hinten sogen. Aber es störte ihn reichlich wenig. Er war sowas gewohnt. Als ob er nicht schon oft durchweichte Haare gehabt hätte. Er war nunmal keine Mensch. Er war ein Black Angel. Ein Engel mit schwarzen Flügeln. Normalerweise war es für seine Rasse Pflicht die Flügel immer sichtbar zu lassen, aber er hielt sich nicht daran, er hielt sich auch nicht daran, dass er eigentlich seine Haare offen lassen musste, stattdessen hatte er sie zu einem Zopf geflochten, der ihm bis zu den Kniekehlen reichte. Plötzlich war ein leises Surren zu hören. Der Vibrationsalarm von seinem Handy!!! Wer konnte ihn denn jetzt anrufen? 
"Ja." Seine Stimme war wie immer kalt.
"Mensch Engelchen, wo bleibst du denn??? Du wolltest doch schon längst da sein oder nicht? Du hast uns versprochen, dass du zum Ball kommst!!" 
"Kaze, ich hab Probleme. Ich krieg meine Gefühle nicht mehr unter Kontrolle, denkst du vielleicht, da denke ich noch an diesen langweiligen Ball?"
"Du und Gefühle?! Seit du auf der Heldenschule warst, kennst du sowas Gefühle nicht mehr!"
"Das kann schon sein, aber ich glaube ich kann nicht mehr richtig töten!"
"Na das interssiert mich jetzt aber. Los beeil dich gefälligst, dann kann ich ja mal wieder Seelsorger spielen. Ich bin ja mit der Weile sehr gut darin. Also trab an!!"
Damit hatte der Magier aufgelegt. Sayuka wusste, wie Kaze das mit dem Seelsorger gemeint hate. Er war der königliche Magier und noch dazu Berater und bester Freund des Prinzen. Und Mersides hatte viele Probleme. 
"Also dann, auf zu einem neuen langweiligen Ball." Er fragte sich langsam, warum er eigentlich noch mit Kaze und Mersides verkehrte. Sie gehörten eigentlich zu einer den Black Angels verhassten Rasse und doch konnte Sayuka nicht aufhören mit ihnen befreundet zu sein. Er zeigte auch gegenüber von ihnen nur wenig Gefühle. Kaze nannte ihn immer den einzigen lebenden Eisblock. Vielleicht war das auch so gewesen. Aber er begann sich nach seinem anderen Leben zu sehen. Damals war er fröhlich und unbeschwert gewesen. Er war eigentlich immer gut gelaunt gewesen, was bei seiner Vergangenheit recht merkwüdig war. Die drei Jahre strengster Drill auf der Heldenschule hatten ihn zu einem brutalen und gefühlslosen Killer gemacht. Aber jetzt schien der Junge von damals immer mehr an die Oberfläche zu treten und er hatte nicht vor sich dagegen zu wehren. Ja, er gab zu, dass er wieder lachen, weinen und lieben wollte. Er hatte nur einmal geliebt aber diese Erfahrung war schön aber auch sehr schmerzhaft gewesen. Und doch konnte Sayuka sich schon denken warum er seinen Todeskandidaten nicht umbringen konnte. Dieser Junge, Chiaki sein Name, war wirklich jemand, den Sayuka lieben konnte. 
Sayuka schnippte mit den Fingern und schon breiteten sich seine Flügel aus. Sie hatten eine Spannweite von über vier Metern und waren deshalb ungewöhnlich lang und auch nervig, besonders bei Aufträgen. Sie störten. Aber sie waren sehr kräftig und er konnte damit mit fast hundertfacher Lichtgeschwindigkeit fliegen, wenn er wollte. Aber das war extrem anstrengend also blieb er meistens bei etwa zwanzigtausend Stundenkilometern. Das reichte auch um schnell vom einen zum nächsten Planeten zu fliegen. Sayuka konnte ohne Probleme durch das All fliegen er braucht nicht unbedingt Luft um zu leben. Im Grunde brauchte er nicht einmal Nahrung. 
Er begann mit den Flügeln zu schlagen, sie wirbelten Staub auf. Langsam hoben ihn die großen schwarzen Schwingen vom Boden und er schoss davor. Schon nach kurzer Zeit hatte er Mersides Schloss erreicht. Es war groß und prunkvoll und aus den Fenstern das Ballsaales drang warmes Licht. Er landete auf dem Balkon, ließ seine Flügel verschwinden und tauschte seine Arbeitskleidung-ein weißes Piratenhemd und eine schwarze, enge Hose- durch ein Fingerschnippen mit Festkleidung aus. 
Kaze stand neben dem Thron und hatte ihn sofort bemerkt. Sayuka deutete ihm durch ein Handbewegung an, dass er herauskommen solle.

"Also Engelchen, was bedrückt dein Herz??"
"Ich weiß es nicht, Kaze. Ich konnte diesen Jungen nicht töten."
"Ach, sag bloß der wandelnde Eisblock kennt doch noch sowas wie Gefühle?" Sayuka hörte den Sarkasmus in diesen Worten, lies sich aber nicht reizen.
"Sag schon, wie sieht er aus???"
"Etwas kleiner als ich, blaue Haare, goldene Augen."
"Ein Mykaner?"
"Mmmh."
"Bist du verrückt. Diese Kerle sind die erweiterte Form von Vampiren. Die haben zwar Gefühle, aber denen kommt es meistens nur auf Sex an! Wie kannst du dich nur in sowas verlieben?!"
"Woher willst du wissen, dass ich mich in Chiaki verliebt habe?"
"Der Prinz auch noch?? Den kriegst du doch am aller wenigsten, aber der ist wenigstens nicht so ein riesiges Arschloch wie sein Vater, den kannst du nämlich völlig vergessen, der ist noch schlimmer als du!"
"Danke für das Kompliment."
"Warte mal kurz." Kaze drehte sich um und winkte Mersides heraus. Der hatte durch einen Trick alles mitgehört.
"Sag bloß mein kleines Engelchen hat doch noch Gefühle?"
"Kann sein."
"Ich glaube er dürfte nachher auch noch zum Ball kommen, falls dich das interressiert."
"Toll."
"Och, schon wieder so kalt. Sei doch nich so!" Kaze und Mersides schmollten. Plötzlich begann Sayuka laut zu lachen. "Oh Gott, ihr müsstet mal eure Gesichter sehen!!" Jetzt klappte den beiden der Unterkiefer runter. Sayuka-wandelnder-Eisblock-hoch-zehn-Merkise lacht??!
Doch er verstummte so plötzlich wieder, wie er angefangen hatte zu lachen. Denn im Hof hielt nun eine schwarze Kutsche. Konnte es sein? Und ob es konnte! Aus der Kutsche stieg die gesammte Familie der Akaser. Chiaki, seine Mutter Valentine und selbst sein Vater Ruphus. Sayuka konnte nicht mehr atmen, sein Herz klopfte wie verrückt. Er konnte nur hoffen, dass es keiner hörte. 
Als sie im Schloss verschwunden waren, wand er sich an Kaze und Mersides:"Ich glaube der wandelnde Eisblock ist doch nicht so kalt." "Verdammte Scheiße, ich hab mich verliebt."

Ende Part 1

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