Da bin ich wieder! Nach etlichen Mails und Komments hier nun die gewünschte Fortsetzung zu... na, zu was? *g*
Eigentlich hatte ich nicht vor eine Fortsetzung zu "Warum in die Ferne schweifen" zu schreiben... Ich hielt die Geschichte für abgeschlossen... Tja, ihr wart anderer Meinung.
Ich hab an dem Paar schon ziemlichen Gefallen gefunden und die beiden bekommen auch noch eine "richtige" Geschichte. Sprich: KEIN Hentai. *ätsch* Diesmal allerdings setzt es sich in der gleichen Art fort, wie sein Vorgänger. Genau genommen, ein paar Stunden später.
Viel Spass
SOrion ^-^
... Denn das Gute liegt so nah
Als Seiya das nächste Mal aufwachte war es wohl so gegen zehn oder elf Uhr morgens. Wirklich geschlafen hatte er zwar nicht mehr, nachdem Taiki ihn und Yaten aufgeweckt hatte, aber vor sich hin gedöst hatte er.
Er drehte sich zur Seite, wo er Yaten vermutete und stellte fest, dass dieser nicht mehr neben ihm lag. Er sah sich um. Im Zimmer war er auch nicht. Er rieb sich die Augen. Ob er Yaten verletzt hatte, als er ihm sagte, dass er nur glaube ihn zu lieben? Der Gedanke Yaten weh getan zu haben behagte ihm gar nicht. Aber was hätte er ihm denn sonst sagen sollen? Es war die Wahrheit. Er wusste einfach nicht, ob er ihn wirklich liebte oder ob das gestern nur Anziehung zwischen ihnen gewesen war und sich nicht wiederholen würde.
Er schüttelte den Kopf. Natürlich liebte er Yaten, wie einen Bruder. Aber wie sahen seine Gefühle jetzt aus? Am liebsten hätte er Yaten einfach gesagt, dass er ihn liebe, nur damit dieser glücklich war.
Seine Gedanken wurden abgebrochen, als Yaten frischgeduscht in Shorts und Shirt aus dem Bad trat, sich die Haare trocknete und ihn anlächelte. "Na, du, aufgewacht?"
Seiya erwiderte das Lächeln und setzte sich. 'Er ist mir sehr wichtig', dachte er, 'und gefallen hat mir die letzte Nacht auch...'
Yaten setzte sich neben ihm aufs Bett. Er zögerte kurz. "Alles... okay?", fragte er.
Seiya nickte schnell, um sich die Gedanken, die ihm im Kopf herumschwirrten, nicht anmerken zu lassen. Er wollte Yaten weder Hoffnungen machen, noch solche zerschmettern, ehe er nicht selber wusste, was er fühlte. Er wechselte das Thema. "Ist Taiki schon weg?"
Yaten holte sich mit einem Seufzer aus seiner eigenen Gedankenwelt. "Ja... er ist vor etwa einer Stunde mit Ami losgegangen. Da hab ich zumindest die Haustüre gehört..." Er überlegte. "Deswegen war er wohl heute morgen hier. Er wollte sich verabschieden."
Seiya nickte und zog sich die Beine an den Körper. Er grinste. "Als ob wir es nicht mal vier Tage ohne ihn aushalten würden."
Yaten lachte. Nach einer Weile setzte er an, etwas zu sagen, als Seiya ihn wohl mit etwas anderem unterbrechen wollte. "Nicht", sagte Yaten schnell. "Bitte... rede mit mir."
Seiya atmete tief und blickte vor sich auf die Decke. Dass Yaten nicht über das Wetter reden wollte, war ihm klar.
Yaten sass still da und betrachtete sein Gegenüber. 'Ich liebe ihn wirklich über alles.' Wie gerne hätte er Seiya in dem Moment in die Arme genommen und geküsst.
Seiya nahm ihm das schliesslich ab. Er lehnte sich vor und küsste Yaten lange und zärtlich. Er strich ihm über die Wange, als er sich von ihm löste. "Glaube mir, ich wünschte mir nichts mehr, als dir zu sagen, dass ich dich liebe. Ich bin mir nur nicht... ich weiss nicht..." Er hielt sich am Kopf und holte tief Luft. "Gibst du mir noch etwas Zeit?"
Yaten lächelte. "Das ist schon bei Weitem mehr als ich erwartet hatte." Er gab Seiya einen Kuss. Keinen langen, aber die starken Gefühle für seinen Freund waren deutlich zu spüren. Danach sah er ihm in die Augen. "Ich mache uns etwas zu Essen, okay?"
Seiya nickte. "Okay." Er beobachtete Yaten, wie er das Zimmer verliess und verbarg schliesslich sein Gesicht in seinen Händen. In seinem ganzen Leben war er nie so verwirrt gewesen. Yatens Küsse jagten wie ein Blitz durch seinen ganzen Körper. Aber woher wusste er, dass es Liebe war und nicht nur Begierde? Er begehrte Yaten, ja, aber liebte er ihn? Schafften vielleicht die brüderliche Liebe, die er früher empfand und das Verlangen, das er jetzt fühlte, die Liebe, die sich Yaten von ihm wünschte?
Wenn er jetzt an Yaten dachte, flogen ihm tausend Schmetterlinge durch den Bauch... 'Ich glaube wirklich, ich liebe ihn. Ich glaube...' Er unterbrach seine Gedanken laut: "Du glaubst? Verdammt! Weisst du es, oder weisst du es nicht?" Aus Wut über sich selber stürzte er aus dem Bett, packte sich seine Shorts und rannte in sein Zimmer. Dort holte er sich ein T-Shirt und eilte die Treppe hinunter. Er musste Yaten nochmal sehen, ehe er sich weitere Gedanken machte.
Er platzte in die Küche, in der Yaten gerade die Zutaten zusammensuchte.
Dieser drehte sich nach ihm um.
Nach einem Moment der Starre trat Seiya auf ihn zu, nahm ihn in den Arm und küsste ihn. Darauf stotterte er: "Ich... werde laufen gehen... ich muss nur... ich brauche einen klaren Kopf und..." Er lachte leise. Dass er Yaten jetzt geküsst hatte, verschaffte ihm nun wirklich keinen klaren Kopf. "Mann... ich glaube mich hat's echt erwischt." Er wehrte gleich ab, als ihm bewusst wurde, dass er das eben laut ausgesprochen hatte. "Ich bin in spätestens einer Stunde wieder zurück", sagte er noch als er hinaus rannte, ehe er noch mehr Unsinn von sich geben konnte.
Yaten starrte zur Türe und fuhr sich mit den Fingern über die Lippen. Dann lächelte er. Und zum ersten Mal wagte er, sich Hoffnungen zu machen.
Seiya rannte am Strand entlang. Er war inzwischen klatschnass, da er mehrmals während dem Laufen einfach ins Wasser gesprungen war, um sich abzukühlen und ein paar Züge zu schwimmen. Er hatte sich nicht die Mühe gemacht, Schuhe anzuziehen. Denn so konnte er den Boden unter den Füssen spüren, das befreite ihn.
Immer und immer wieder ging ihm die letzte Nacht durch den Kopf, die Dinge, die Yaten zu ihm gesagt hatte. Und heute morgen, wie sie von Taiki geweckt worden waren, ihn Yatens grosse, grüne Augen ängstlich anblickten, in denen er sich befreit fühlte, wie auf einer weiten Wiese.
Wieder und wieder die Worte:
>Du bist wunderschön<
>Ich liebe dich<
>Ich habe vielleicht nie mehr die Gelegenheit dazu...< Seiya wurde langsamer. Aber er wollte ihm doch die Gelegenheit geben! Noch so viele, viele Male! Noch so viele Male wollte er ihn hören: >Ja! Seiya!<
>Du... bereust du, was passiert ist?<
"Nein!", rief er plötzlich und blieb stehen. Er atmete schnell und liess sich seinen Ausbruch noch einmal durch den Kopf gehen. Wie hätte er das bereuen können? Es war doch das Richtigste, was er je erlebt hatte!
Er verharrte einige Momente lang. Sein Blick fiel auf die Treppe, die vom Strand zu ihrem Haus führte, ein paar hundert Meter weit weg...
Er hatte keine Uhr dabei, kannte aber die Strecke und wusste, dass er sie sonst immer in einer knappen Stunde gelaufen war. Heute war er wesentlich schneller, hatte aber einige Male unterbrochen, als er schwimmen war.
Es war also Zeit, nach Hause zu gehen. Aber das machte nichts. Im Klaren über seine Gefühle war er sich eigentlich schon lange...
Er betrat das Haus völlig ausser Atem und näherte sich langsam der Küche. Er hinterliess eine nasse, sandige Spur auf dem Fussboden, aber das bemerkte er nicht. Er öffnete die Türe und sah Yaten, der inzwischen ganz angezogen war, wie er mit dem Rücken zu ihm in einem Topf rührte.
"Du bist fast fertig", bemerkte er.
Yaten fuhr zu Tode erschrocken herum und kleckerte sich dabei mit der Kelle über sein Hemd.
Seiya hob eine Augenbraue und lachte leicht. "Hast du dich verbrannt?"
Yaten atmete einmal tief und legte die Kelle auf die Ablagefläche. "Nein. Kein Problem."
Seiya grinste und trat auf ihn zu.
Yaten guckte noch etwas unsicher und wartete ab, was Seiya als Nächstes tun würde.
Dieser stellte sich ganz nahe vor ihn und hob mit einer Hand Yatens Kinn etwas an. Er küsste ihn und schlang seine Arme um seine Taille.
Yaten beschloss, es einfach zu geniessen und legte seine Arme um Seiyas Hals. Erst nach Langem löste er sich etwas von ihm und fragte: "Hast du nachgedacht?"
Seiya nickte und strahlte ihn an. "Mein erster Gedanke war doch richtig", flüsterte er.
Yatens Augen leuchteten hoffnungsvoll auf. "Heisst das, du..."
Wieder nickte er und näherte sich ihm, so dass sich ihre Lippen gerade mal streiften. "Ich liebe dich." Er drückte ihm nur einen kleinen Kuss auf die Lippen und blickte ihm darauf wieder in die Augen.
Yaten zitterte. "Das ist wirklich dein Ernst, oder?"
"Muss ich dich erst Schätzchen nennen, damit du mir glaubst?" Er grinste.
Yaten lachte leise, drückte den anderen noch fester an sich und hauchte: "Untersteh dich." Dann küsste er ihn.
Beide schreckten auf, als sich der Pfannendeckel entschloss hochzuhüpfen und mit einem Riesengescheppere auf die Cerankochplatte zu fallen.
Etwas verloren, als das Gefühl auf den Lippen plötzlich abbrach, drehte Yaten sich um, schaltete die Herdplatte aus und nahm die Pfanne vom Herd. "Vielleicht sollten wir erst mal essen."
Seiya umarmte ihn und flüsterte in seinen Nacken: "Wo du dir doch so viel Mühe beim Kochen gemacht hast." Er plazierte einige kleine Küsse auf dem Hals des anderen.
Yaten schloss die Augen und seufzte laut. Er legte den Deckel wieder zurück auf die Pfanne, um das Gericht warm zu halten. Er konnte Seiya nicht widerstehen, nicht mal mehr eine Minute lang. Er drehte sich nach ihm um und schlang seine Arme erneut um Seiyas Hals.
Lange Zeit küssten sie sich, liessen ihre Zungen miteinander spielen. Seiya glitt mit seinen Händen langsam unter Yatens Hemd.
Yaten seufzte zufrieden. Auch wenn er vor zwei Tagen nicht mal im Traum daran gedacht hatte, dass Seiya jemals seine Gefühle erwidern könnte, schien es ihm jetzt, als wäre es schon immer so gewesen.
Nach einigen Minuten, in denen er den Geschmack seines Geliebten in sich aufsog, löste sich Seiya von seinem ihm und blickte ihn an. "Yaten, ich... ich wollte mich entschuldigen... wegen gestern... ich..."
Yaten legte ihm einen Finger auf den Mund und schüttelte den Kopf. "Gestern gab es absolut nichts, wofür du dich entschuldigen müsstest."
"Na ja... doch... Als ich... als ich..." Seiya atmete tief und rollte die Augen. So schwer zu sagen war es nun auch wieder nicht!
Yaten grinste. Langsam konnte er sich denken, worauf der andere hinaus wollte.
Seiya fuhr fort und gab sich Mühe, nicht mehr zu stottern: "Als ich in... in dir war... da hab ich nicht mehr nachgedacht. Ich meine, ich wollte dir nicht weh tun..."
"Nur ein wenig." Er grinste, als sich seine Vermutung bewahrheitete.
"Was?"
"Es hat nur ein wenig weh getan. Ausserdem..." Er strich mit einem Finger über Seiyas Brust. "War ich noch so entspannt von dem was du davor gemacht hast, dass ich mich aber auch kein Bisschen mehr verkrampfen konnte."
Seiya lächelte erleichtert.
Yaten fügte noch etwas an: "Und es war sehr schön... Nur eins kann ich dir sagen..." Er näherte sich ihm und flüsterte ihm ins Ohr: "Irgendwann zahl ich es dir zurück."
Seiya grinste. "Jederzeit."
"Aber zuallererst... solltest du dich duschen."
Jetzt bemerkte Seiya, dass er ja eigentlich tropfnass und voller Sand war. Das hatte er bereits wieder vergessen. Er drückte Yaten mit einem schelmischen Lächeln erneut fest an sich ehe er antwortete: "Sieht so aus, als müsstest du auch mitkommen..."
Yaten lehnte sich vor und küsste Seiyas Hals. "Ich lass dich doch nicht alleine in die grosse, leere Dusche."
Seiya musste lachen. Kurzerhand legte er einen Arm um Yaten und zog ihn mit sich nach oben.
Während er darauf seine nassen Sachen, die er schnell ausgespült hatte auf den Balkon zum Trocknen hängte, war Yaten im Bad bereits dabei die Wassertemperatur angenehm einzustellen. Er hatte keine Lust mehr auf eine weitere kalte Dusche wie gestern. Ganz abgesehen davon, dass er auch keinen Grund mehr dafür hatte...
Seiya trat leise von hinten an ihn heran und schlang die Arme um ihn.
Yaten zuckte zusammen. "Du bist ja eiskalt!", quietschte er.
Seiya lachte in Yatens silberne Haare. "Wärm mich doch", forderte er den anderen neckisch auf.
"Kannst du haben", antwortete dieser, drehte sich um, verschrenkte seine Arme hinter Seiyas Hals und zog ihn zu einem leidenschaftlichen Kuss an sich. Langsam trat er rückwärts um sich und seinen Geliebten unter die warme Dusche zu stellen.
Seiyas kalte, gespannte Haut wurde unter dem warmen Wasser schnell weich und sanft. Der letzte Rest Sand und Salz aus dem Meer floss weg.
Der zärtliche Kuss wurde immer inniger und liess die beiden zu einer Einheit verschmelzen.
Anders als in der letzten Nacht waren sie heute in der Lage, sich von ihren Gefühlen treiben zu lassen, ohne dass sie sich Gedanken wegen dem nächsten Morgen machen mussten.
Und Yaten genoss das! Nie wieder würde er Seiya los lassen! Er spürte, wie Seiyas Küsse und Berührungen nun nicht mehr nur von Begierde getrieben wurden.
Auch Seiya stellte eine Veränderung in der Art fest, wie Yaten ihn berührte. Sein Geliebter hatte keine Angst mehr, am Morgen aufzuwachen und festzustellen, dass das alles nicht viel mehr als ein schöner Traum gewesen war... Er strich über Yatens zarte Haut, über den straffen Bauch... und viel mehr als gestern fiel ihm auf wie wunderschön es sich anfühlte. Er spürte Yatens süsse Zunge in seinem Mund, wie sie ihn zu schmecken versuchte und konnte sich selbst nichts vorstellen, was süss und doch so würzig schmeckte, wie Yaten. Er seufzte leicht gequält auf, als Yaten von seinem Mund abliess und begann, seinen Hals zu küssen. Seiya strich durch Yatens seidige Haare. "Ich liebe dich, Koibito!", hauchte er.
Yaten wusste nicht, was er lieber gehört hätte, als dies... 'Koibito...' Er fühlte deutlich, wie Seiya immer erregter wurde. Er drückte ihn fester an sich, wollte ihm zeigen, wie viel ihm die Worte bedeuteten.
Ihre pulsierenden Männlichkeiten rieben aneinander, steigerten die Lust. Beide keuchten bei dieser Berührung und konnten kaum noch auf ihren Beinen stehen. Ohne ein Wort liessen sie sich auf den Boden der Dusche
fallen, umschlangen sich, als wollten sie zu einem einzigen sich windenden Körper verschmelzen, als sie sich gegenüber sassen.
Seiya schuf seinen Gefühlen Platz, indem er mit seinen liebkosenden Händen tiefer an Yatens Körper hinunter glitt.
Yaten tat es ihm gleich. Er wollte Seiya so sehr, dass es schmerzte. Er hätte alles getan, nur um seinem Geliebten Vergnügen zu bereiten. Er spürte, wie sich Seiyas Hand an seiner Hitze zu bewegen begann und umschloss mit seinen Fingern dessen Glied fester. Zärtlich massierte er.
Beide stöhnten vor Erregung, sahen einander in die Augen... und beide lächelten glücklich, während sie weiterhin um Luft rangen.
Seiya zog seinen Freund näher an sich, küsste ihn, wollte dem Wahnsinn entgehen, aber er wollte auch nicht, dass es aufhörte, es sollte ewig dauern, bis es selbst die letzte Faser seines Körpers nicht mehr aushielt! Er hörte Yatens atemlose Stimme: "Seiya, ich liebe dich, ich liebe dich so sehr..."
"Yaten, bitte... bitte..." Erst wusste er nicht, worum er bat, aber schon nach Kurzem wurde es ihm bewusst: Er wollte ihn, wollte mit ihm eins sein, wollte ihn in sich spüren. "Bitte! Nimm mich... bitte!"
Das konnte und wollte Yaten sich nicht zweimal sagen lassen. Er liess von Seiyas Glied ab und küsste ihn erst lange, ehe er ihn sanft aber bestimmt herum drehte.
Seiya stützte sich mit seinen Händen an der Wand ab, spürte, wie Yaten ihn mit seinen Armen umschlang, mit seiner einen Hand nach hinten glitt und mit seinem Finger den engen Muskelring zu streicheln, und leicht einzudringen begann. Die andere Hand strich derweil über Seiyas Brust, die sich schnell hob und senkte.
Seiya klammerte sich an den Wasserregler und keuchte. "Yaten! Bitte... ich... ich kann nicht mehr!"
Yaten lächelte zufrieden. Er lehnte sich etwas vor und küsste Seiya in den Nacken, führte sein Glied näher an ihn heran, spielte erst nur etwas und drang schliesslich langsam ein.
Seiya verzerrte für einen kurzen Moment das Gesicht, als er einen stechenden Schmerz spürte, der sich aber gleich darauf in Lust verwandelte. Er entspannte sich, liess Yaten gewähren und nahm ihn in sich auf.
Yaten begann Sterne zu sehen, als sich diese Enge um ihn schloss. Erst recht, als Seiya stöhnte und seinen Namen rief.
Seiya drängte sich vor Verlangen zurück... und Yaten begann sich zu bewegen. Erst langsam und dann immer schneller und heftiger.
Yaten strich noch immer mit seiner einen Hand über Seiyas Brust, als seine andere nun ebenfalls nach vorne glitt und sich um die Hitze seines Geliebten legte. Im Gleichklang mit seinen Stössen bewegte er nun seine Hand vor und zurück.
Seiya stöhnte laut auf. Es zerriss ihn beinahe, diese kaum auszuhaltende Lust, die ihn an zwei Stellen zu verzehren versuchte. Diese unbeschreiblichen, süssen Gefühle... Er spürte, wie er sich langsam zu verlieren begann, er sich nicht mehr auf dieser Welt befand, nicht einmal mehr in diesem Leben... Sein Stöhnen wurde schneller, heftiger, ehe er sich aufbäumte und aufschrie.
In dem Moment liess Yaten sich gehen. Er stiess ihn noch fester, bis er tief in ihm drin seinen Höhepunkt erreichte.
Einen Moment lang verharrte Yaten, glitt dann aus Seiya heraus und schloss ihn in die Arme, als dieser sich nach ihm umdrehte.
Lange blieben die Jungen engumschlungen sitzen.
"Ai shiteru, Koibito."
Ein paar Stunden später, Seiya und Yaten hatten gegessen und im Ofen wartete ein Kuchen darauf fertiggebacken zu werden, sassen - oder wohl eher lagen - die beiden auf einem der zwei Sofas im Wohnzimmer und taten eigentlich nichts weiter als sich festzuhalten und zärtlich zu küssen.
Seiya wanderte langsam an Yatens Hals.
Dieser seufzte glücklich und flüsterte: "Seiya... ich wünschte, ich könnte dir sagen, wie sehr ich... ich..." So gerne hätte er ausgedrückt, wie lange und wie schmerzlich er sich nach seinem Freund gesehnt hatte.
Seiya legte ihm einen Finger auf den Mund. "Ich weiss, Koi, ich weiss..." Er blickte ihm in die Augen, strich eine widerspenstige, silberne Strähne aus Yatens Gesicht. "Entschuldige, dass ich dich so lange hab warten lassen."
Yaten lachte. "Es ist ja nicht so, als hätte ich dich jeden Tag versucht zu verführen..."
"Also für jemanden, der keine Übung darin hatte...", begann Seiya und grinste. Aber anstatt den Satz zu vollenden, überschüttete er Yaten mit tausend kleinen Küssen.
Yatens anfängliches heiteres Lachen ging nach einigen Sekunden in ein wohliges Seufzen über.
Zwischen zwei Küssen sagte Seiya: "Ich lass dich nie wieder los!"
Yaten lachte wieder fröhlich und drückte sein Gegenüber etwas fester an sich. "Dazu geb ich dir auch gar keine Gelegenheit."
Aber gerade, als sie sich wieder küssen wollten, klingelte es an der Türe.
Seiya verdrehte die Augen und murrte: "Also, wenn das ein Reporter ist, schmeiss ich ihn eigenhändig ins Meer!" Er stand, dem Läuten ergeben, auf und stapfte zum Eingang... Yaten trottete nur wenige Schritte hinter ihm.
Als er die Türe öffnete, wollte er eigentlich gleich loswettern, besann sich aber, als er die Besucher erkannte: Haruka und Michiru. Michiru lächelte freundlich und Haruka machte ein Gesicht, das sehr deutlich verriet, dass sie jetzt lieber beim Zahnarzt wäre...
Bei Harukas Anblick musste sich Seiya ein Lachen verkneifen und meinte: "Aber hallo! Was führt euch denn her?"
"Wir suchen das dritte kleine Schweinchen", antwortete Haruka, als sie Yaten dazu kommen sah.
"Taiki ist nicht da", gab Yaten zurück.
Seiya stimmte zu. "Er ist mit Ami an irgend so einer Literatur-Tagung und hält Vorträge."
Michiru schien überrascht. "Er meinte aber, er hätte die Noten für unser nächstes Konzert für mich."
Seiya schüttelte den Kopf. "Ein Genie alleine vergisst nie was... aber zwei zusammen sind einfach unmöglich! Setzt euch schon mal ins Wohnzimmer, ich such die Dinger." Damit drehte er sich um und rannte nach oben.
Yaten sah ihm grinsend hinterher und wandte sich an die beiden Gäste. "Kommt rein." Er brachte sie zum Sofa und fragte: "Möchtet ihr Tee?"
Michiru nickte. "Ja, danke."
"Haruka?", fragte Yaten weiter.
Diese nickte und ihre Laune schien sich schlagartig zu bessern, als ihr der Geruch des Kuchens in die Nase stieg. "Was riecht hier so gut?"
Yaten grinste. "Seiya backt einen Kuchen. Wenn ihr noch einen Moment bleibt, könnt ihr ihn probieren."
Haruka setzte ein breites Lächeln auf.
Yaten schmunzelte, als er sich wegdrehte und verschwand in der Küche.
Michiru lachte leise und Haruka machte ein unschuldiges Gesicht. "Was denn?", fragte sie, musste aber gleich darauf auch lachen.
Nach ein paar Minuten kam Yaten mit dem Tee zurück und schenkte ihnen allen ein. Eine vierte Tasse für Seiya hatte er auch dabei. Er setzte sich den beiden gegenüber und drehte sich herum, um zu sehen, wo Seiya so lange blieb.
Plötzlich hörte er Michiru: "Sag mal, Yaten... hast du eine neue Freundin?"
Yaten horchte verblüfft auf. Sah man es ihm wirklich so gut an, dass er verliebt war? "Wie kommst du darauf?"
Haruka lachte knapp und deutete an ihrem eigenen Hals an eine Stelle, an der bei Yaten deutlich ein kleiner, blauer Fleck sichtbar war.
Yaten fasste sich erschrocken an den Hals und musste unwillkürlich lächeln.
"Also", hakte Haruka weiter nach. "Wie heisst deine Freundin?"
In dem Moment trat Seiya mit den Noten ins Wohnzimmer, sah wie Yatens Hand etwas zu verdecken versuchte und musste leise lachen. Er stellte sich hinter Yaten. "Ach, du hast eine Freundin?", fragte er grinsend und legte die Blätter neben Yaten auf das Sofa.
So langsam fand es Yaten auch ganz witzig und entgegnete: "Na ja... meinst du, ich hätte dir das etwas früher sagen sollen?" Dabei machte er ein so ahnungsloses Gesicht, dass Seiya erst einfach loslachen musste, eher er einen Arm von hinten um Yaten legte, ihn zärtlich anblickte und dessen Kinn etwas anhob. "Ach, du...", flüsterte er und klang dabei so verliebt, dass wohl nicht mal Usagi entgangen wäre, was sich zwischen den beiden abspielte. Er senkte seinen Kopf etwas und küsste ihn.
Nicht lange, schliesslich hatten sie Besuch, an den sie Haruka auch gleich wieder erinnerte, indem sie gut hörbar zu Michiru sagte: "Siehst du, ich hab gleich gesagt, wir kommen ungelegen."
Die anderen drei mussten ob dieser Bemerkung lachen. Nur Haruka selbst sass mit einem siegessicheren Grinsen auf ihrem Sessel.
Seiya legte nun beide Arme um Yaten und sagte zu ihr: "Dir scheint das ja nichts auszumachen..."
"Machst du Witze??", platzte Haruka heraus. "Ich finde, Männer sollten sich grundsätzlich gegenseitig auf die Nerven fallen."
Michiru hob eine Augenbraue: "Wenn das so ist, werde ich dich heute Abend nicht nerven."
Harukas Grinsen wurde noch etwas breiter. "Der hatte Tiefgang, meine Liebe. Aber schliesslich bist du ja auch kein Mann, oder?"
Wieder klingelte es. Aber diesmal nicht an der Haustüre, sondern in der Küche.
Haruka horchte mit einem verräterischen Leuchten in den Augen auf. "Der Kuchen ist fertig."
Seiya liess von Yaten ab und lachte: "Ach, deswegen bist du noch hier... Aber du wirst noch ein Weilchen warten müssen. Erst kommt der Schokuguss drauf und dann muss er noch abkühlen", erklärte er fachmännisch und ging seinen Kuchen vor dem Verkohlen retten.
Einige Zeit später verliessen Haruka und Michiru die Villa am Strand wieder - natürlich nicht, ohne dass Haruka mindestens die Hälfte des Kuchens alleine aufgefuttert hatte.
Haruka öffnete Michiru die Wagentüre und stieg darauf selber ein.
Bevor diese allerdings den Motor starten konnte, sagte Michiru schnell: "Gib doch zu, dass du dich für die beiden freust."
Haruka warf ihr ein verstohlenes Lächeln zu und zuckte einfach die Schultern. Damit behielt sie ihren "guten" Ruf und gab Michiru gleichzeitig Recht.
Michiru beobachtete sie eine Weile von der Seite, wie sie die Auffahrt hinunter fuhr und in die Strasse einbog und lächelte sie sanft an. "Du hast ein wirklich gutes Herz, Haruka."
Haruka blickte kurz zu ihr und erwiderte das Lächeln liebevoll, ehe sie sich wieder der Strasse zu wandte. "Natürlich", flüsterte sie. "Du hast es geweckt."
Drei weitere Tage waren vergangen, in denen Seiya und Yaten sich an ihre neuen Gefühle gewöhnen konnten. So gesehen waren sie dankbar, dass Taiki gerade jetzt ein paar Tage weg gefahren war. Die Wärme, die sich in ihren Herzen ausbreitete wann immer der andere einem nahe war, konnten sie natürlich um so stärker spüren, da niemand diese Ruhe störte.
Nicht, dass sie Taiki los haben wollten, der Gedanke war ihnen fremd, aber für den etwas ungewöhnlichen Start, den die beiden hatten, waren sie froh um die zärtliche Zweisamkeit...
Es war so gegen acht Uhr morgens, als Yaten schlaftrunken in die Küche kam, um nach Seiya zu suchen. Er war aufgewacht und sein Geliebter lag nicht neben ihm... Es war nicht irgendwie erschreckend, oder so, nur ungewohnt. Seiya schlief in der Regel wesentlich länger als er selbst. Er war schliesslich einfach den Geräuschen aus der Küche gefolgt und stand nun im Türrahmen und sah, wie Seiya etwas vorbereitete. "Morgen", murmelte er und wischte sich den noch etwas verwuselten Pony aus dem Gesicht.
Seiya drehte sich überrascht um, sein Gesicht hellte sich auf, als er diesen süssen Jungen vor sich sah und trat zu ihm. "Morgen", erwiderte er ebenso und gab Yaten einen sanften Kuss.
Yaten lächelte ihn an. "Was machst du denn so früh schon hier?"
Seiyas enthusiastisches Lächeln und das fast kindliche Funkeln in seinen Augen strahlte Yaten entgegen. "Ich dachte, ich überrasche dich mal."
Yaten blinzelte und erst jetzt fiel ihm auf, dass Seiya nicht in seinen Shorts vor ihm stand, sondern in seiner Badehose. "Und womit wolltest du mich überraschen?"
Seiya zuckte die Schultern. "Nichts Grossartiges... nur ein Picknick. Ich dachte, wir könnten zum Strand gehen..." Plötzlich schien er unsicher, ob seine Vorfreude nicht doch übertrieben gewesen war.
Yaten zerstreute das. Er legte seine Arme um Seiyas Nacken und küsste ihn. "Das ist lieb von dir. Ich war ewig nicht mehr picknicken." Er grinste. "Ich werd dann mal meine Badehose holen gehen... Bevor ich dich hier und jetzt gleich auffresse."
Seiya kicherte und gab Yaten einen Klaps auf seinen Hintern, als dieser die Küche verliess. Er seufzte, als die eigentlich nur kurze Berührung ihn daran erinnerte, wie gerne er dieses begehrenswerte Hinterteil knetete... Ganz zu schweigen von... Er brach seine Gedankengänge ab, um den Korb mit dem Essen doch noch fertigzubekommen.
Die Idee an den Strand zu gehen, war ein voller Erfolg. Eigentlich waren sie nur einige hundert Meter vom Haus entfernt, aber Seiya hatte den Korb dermassen gefüllt, dass sie auch nicht nur einmal zurückgehen mussten, um etwas zu holen.
Inzwischen war es später Nachmittag. Zu Beginn des Tages waren sie noch einigermassen zurückhaltend gewesen, da sie das Gefühl hatten, im Freien "ausgeliefert" zu sein. Aber schon nach Kurzem beruhigte sie die Tatsache etwas, dass es sich hier schliesslich um ihren Privatstrand handelte. Sie hatten ihre Badehosen vor einigen Stunden für überflüssig erklärt und ausgezogen. Trotzdem war bisher ausser leidenschaftlichem Umarmen und Küssen nichts passiert, obwohl sie sich besonders im Wasser mehrmals gefährlich nahe gekommen waren.
Jetzt lagen sie sich am Strand in den Armen und dösten etwas.
Yaten bewegte sich leicht, was Seiya dazu brachte aus seinem Halbschlaf zu erwachen, und sah ihm in die Augen.
Glücklich lächelten sie sich an.
Yaten beugte sich etwas vor und küsste seinen Geliebten sanft auf die Lippen.
Seiya erwiderte den Kuss und liess zu, dass Yaten begann, seinen Mund mit seiner Zunge leidenschaftlich zu erforschen. Er war nach einigen Sekunden wieder hellwach, als er spürte, wie sich eine Hitze in seiner Leistengegend breit machte.
Yaten lächelte zufrieden, als er Seiyas Erregung an seiner eigenen fühlte. Und an dem Punkt war es ihm nun vollkommen egal, ob sie im Freien waren, oder nicht.
Seiya rollte sich etwas über ihn, so dass er halb auf ihm lag. Ein Bild kam in ihm hoch, und es brannte ihn förmlich, diesen Wunsch erfüllt zu bekommen. Er schob sich etwas von Yatens hungrigem Mund weg, was dieser mit einem enttäuschten Winseln kommentierte. Seiya atmete heftig. "Koi... ich möchte... ich möchte sehen, wie du es dir selbst machst."
Yatens Augen weiteten sich im ersten Moment verwundert, entspannten sich aber schnell wieder, als er sich an etwas erinnerte... In ihrer Heimat hatte Yaten Seiya einmal dabei beobachtet. Das musste so etwa ein Jahr nachdem sie sich in Seiya verliebt hatte gewesen sein. Er erinnerte sich, wie erregt er - bzw. sie - bei dem Anblick damals gewesen war... Seine Mundwinkel verzogen sich nach oben. "Nur, wenn du auch."
Seiya atmete erleichtert aus. Er war sich nicht sicher gewesen, wie der andere reagieren würde... Er zog ihn erneut in seine Arme und küsste ihn lange, ehe Yaten sich etwas von ihm entfernte. Seiya strich ihm über die Wange, als sein Blick auf Yatens Hand fiel, die langsam über seinen Oberkörper tiefer glitt.
Seiya atmete zischend ein und er fühlte ein Kribbeln in der Magengegend, als er Yaten beobachtete, wie er sich sanft seine straffe Haut über den Bauchmuskeln zu streicheln begann und immer tiefer rutschte.
Yaten blickte ihm die ganze Zeit tief in die Augen. Er wollte wissen, wie Seiya darauf reagierte. Und was er sah, gefiel ihm sehr.
Seiya legte sich auf die Seite und stützte seinen Oberkörper auf einem Ellenbogen ab, damit er Yaten besser beobachten konnte.
Dieser sah ihn mit Augen an, die jeden Zentimeter, in dem seine Hand tiefer wanderte, verklärter wurden.
Seiya schoss es wie ein Blitz zwischen seine Beine, als Yaten an seinem Ziel ankam und erst sanft darüber strich. Erst recht, als der andere seine Finger darum legte, sie sich langsam vor und zurück bewegten und er leise zu stöhnen begann. Seiya sah hinauf in Yatens Gesicht, dessen Augen halb geschlossen waren und flüsterte: "Ich liebe dich so sehr." Er beugte sich erneut vor, um seinen Geliebten zu küssen. Seine Hand glitt nun ebenfalls an seinem Körper tiefer, etwas, das er auch getan hätte, wenn er Yaten nicht versprochen hätte, es sich ebenfalls zu machen.
Als er sich wieder entfernte, öffnete Yaten seine Augen und lächelte, als er sah, dass auch Seiya mit seiner Hand an seinem Ziel angekommen war. Das erregte ihn noch mehr und seine Bewegungen wurden schneller. Er keuchte und stöhnte wieder leise. "Seiya..." Er war kurz davor, Seiya einfach zu packen und ihn gleich zu nehmen, aber er hielt sich zurück und konzentrierte sich auf den Anblick, den er ihm bot.
"Es ist schön, dich so zu sehen", flüsterte Seiya, und begann, nun auch härter zu massieren. Er atmete schnell, erregt. Seinen Yaten vor sich zu sehen, wie er sich selber berührte und streichelte und zu seinem Höhepunkt führte, machte ihn fast wahnsinnig.
Und Yaten erreichte diesen Höhepunkt immer schneller. Die Tatsache, dass Seiya neben ihm lag, und sich befriedigte, brachte auch ihn nahe dazu, seinen Verstand zu verlieren - wie damals. Er verstärkte seinen Griff noch mehr. "Ja... ich... mmmm!" Er keuchte, schloss abrubt die Augen und warf plötzlich seinen Kopf nach hinten und schrie auf, als sich sein Orgasmus zwischen seinen Fingern ergoss.
Allein das Bild, das Yaten vor ihm bei seinem Höhepunkt darstellte, liess ihn beinahe kommen. Er erhöhte den Druck mit seinen Fingern noch einmal und pumpte schneller, als auch er sich von dem Gefühl überwältigen liess und seinen Samen auf Yatens Bauch spritzte. Einige Augenblicke verharrte er noch, ehe er Yaten in seine Arme schloss, seinen Kopf auf dessen Brust legte und die leicht klebrige Flüssigkeit zwischen ihnen ignorierte. Sie würden danach einfach schnell ins Wasser springen. Noch immer heftig atmend hauchte er: "Wow."
Yaten nickte. "Ja." Er atmete einmal tief. "Das war... geil."
Seiya gluckste amüsiert. Yaten gab sich normalerweise mehr Mühe bei seiner Wortwahl.
Dieser lachte mit. Darauf seufzte er zufrieden, drückte Seiya noch näher an sich und strich ihm durch die Haare. "Ich liebe dich, Koi."
Seiya seufzte ebenfalls. "Hmm... ich dich auch."
Gegen Mitternacht lagen die beiden mal wieder auf dem Sofa. Sie hätten eigentlich längst ins Bett gehen können, aber sie hatten vor gehabt wach zu bleiben. Letzteres misslang ihnen allerdings. Sie schliefen tief und fest, eng aneinander gekuschelt, Yaten mit seinem Kopf auf Seiyas Brust.
Sie wussten, dass Taiki so um Mitternacht nach Hause kommen würde und wollten ihm einiges erklären. Klar, er würde sich seinen Teil schon gedacht haben... Es war ja schliesslich mehr als eindeutig gewesen.
Aber da war noch etwas. Seiya erinnerte sich zu deutlich, was für ein Gesicht er gemacht haben musste, als Taiki so plötzlich im Zimmer gestanden hatte. Wohl etwas wie "Was habe ich nur getan?"... Und wenn Taiki das ebenso gesehen hatte, hatte er sich bestimmt die letzten Tage Sorgen gemacht.
Und sie beide fühlten sich verantwortlich, diese Sorgen so schnell wie möglich wieder zu zerstreuen...
Die Haustüre wurde aufgeschlossen und Taiki liess Ami, ganz Gentleman, zuerst eintreten. Sein Gesicht verriet deutlich, dass die anderen beiden mit ihrer Vermutung recht gehabt hatten: Er machte sich Sorgen. Aber er hatte sich damit abgefunden, auf eine Antwort bis morgen warten zu müssen.
Ami legte aufmunternd eine Hand auf seine Schulter.
Er lächelte sie an. Sie hatte ihn die ganze Zeit bis jetzt beruhigt, ihm gesagt, dass bestimmt alles in Ordnung sei. Aber ihm ging einfach dieses Bild nicht aus dem Kopf und welche Folgen es haben würde... Für ihn gab es drei Möglichkeiten: Erstens, es war ein einmaliges Abenteuer gewesen, was beide wussten und alles würde so sein wie früher. Zweitens, - und dafür sprach Seiyas erschrockener Gesichtsausdruck - sie hatten beide nicht gewusst, was sie taten, waren vielleicht betrunken, würden nicht mehr miteinander reden und ihre Freundschaft würde daran zerbrechen. Was auch die Möglichkeit war, die ihm Angst machte. Drittens: Sie waren verliebt, Seiya war nur seinetwegen erschrocken und sie würden beide glücklich sein.
Er befand sich noch tief in seinen Gedanken, als Ami, die im Türrahmen zum Wohnzimmer stand, ihn plötzlich strahlend zu sich winkte.
Taiki folgte der Aufforderung verwundert und warf einen Blick durch die Türe... und seine Augen hellten augenblicklich auf. Er lächelte. Drittens also. Darauf hatte er gehofft.
Seiya schien seine Anwesenheit zu spüren und öffnete die Augen. Als er Ami und Taiki lächelnd da stehen sah, erwiderte er.
Taiki formte seine Lippen stumm: <Alles okay?>
Seiya nickte und formte ebenso: <Mehr als okay.>
<Gut>, kam noch zurück. Er legte einen Arm um Ami und verliess den Raum mit ihr leise wieder.
Seiya warf noch einmal einen Blick auf den schlafenden Jungen in seinem Arm und lächelte. Er küsste ihn sanft auf die Stirn, worauf der andere sich leicht bewegte und ein zufriedenes Geräusch von sich gab. Seiya kuschelte sich noch ein Bisschen näher an ihn und schlief bald wieder ein. Sein letzter Gedanke war noch: 'Endlich... endlich darf ich glücklich sein.'
ENDE
01.06.2001
Sooo... das war's auch schon. Wie gesagt, falls euch das Pairing gefällt, es kommt bald mal noch mehr. Allerdings wird die Story noch ein Weilchen brauchen.
Ach ja... ich konnte mir Harukas und Michirus Gastauftritt nicht nehmen lassen, besonders wegen Harukas Spruch: "Männer sollten sich grundsätzlich gegenseitig auf die Nerven fallen" *bg*