Why does he love him

Why does he love him? - Kapitel V

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"Du wirst die letzten drei Wochen bei Taka wohnen, Hayao." Frau Wataru half 
dem schweigsamen Jungen, seine Sachen über den Flur in das andere Zimmer zu 
tragen. "Ich hoffe, ihr zwei kommt gut miteinander aus."


Inzwischen waren einige Wochen seit dem schrecklichen Vorfall vergangen. 
Hayao, Taka und viele anderen Jungen ihres Alters standen kurz vorm 
Verlassen des Waisenhauses. Michiru war wegen illegalen Drogenbesitzes 
angezeigt worden. Da er vor wenigen Tagen seinen achtzehnten Geburtstag 
gehabt hatte, war er nun auch voll strafmündig. Er selbst hatte mit den 
Drogen - weiß der Teufel, wo er sie hatte - nur gedealt und war selbst 
nicht abhängig.

Yuki lag seit Tagen im Krankenhaus. Er hätte sich beinahe den "goldenen 
Schuss" gesetzt, wenn Michiru ihm nicht so geistesgegenwärtig die Spritze 
entrissen hätte - eine Handlung, die ihm zumindest mildernde Umstände 
versprach. Trotzdem war die Dosis zu stark für Yuki gewesen und er hatte 
mehr als Glück gehabt. Die Ärzte und das Waisenhaus entschieden sich für 
eine Entziehungskur unter strengster Aufsicht. Danach würde Yuki aus dem 
Waisenhaus entlassen werden; schließlich war auch er dann volljährig!


"Soll ich dich etwas allein lassen?", fragte Taka, nachdem er Hayao 
geholfen hatte, sich einzurichten. Dieser schüttelte nur stumm den Kopf und 
setzte sich aufs Bett. Sein Blick blieb an der Zimmerdecke hängen.

"Ich war so dumm, Taka! So dumm..." Er verdeckte seine Augen mit dem Arm. 
"Ich habe ihm geholfen, das Geld für seine verdammten Drogen anzuschaffen, 
anstatt ihn davon abzuhalten und mich um Hilfe für ihn zu kümmern. Aber er 
hatte mir versprochen, aufzupassen! Und ich habe ihm blind vertraut." 

Taka schwieg. Was sollte er auch großartig sagen? Die Heimleitung wusste 
nichts davon, dass Hayao sich auf Grund von Yukis Problemen selbst verkauft 
hatte. Sie hatten keine Ahnung von dem Ausmaß, das diese Drogensache 
angenommen hatte. Für sie stand einfach nur fest, dass Yoshiyuki und 
Michiru sich heimlich Kokain, Heroin und andere Rauschgifte besorgt hatten 
und SIE es nicht bemerkt hatten. Es würde wahrscheinlich einen großen 
Prozess für das Waisenhaus geben oder sich zumindest das Jugendamt 
einschalten. Möglicherweise würde das Waisenhaus sogar geschlossen werden. 
Darum sorgte man sich! Nicht um Yukis Gesundheit (Er war ja selbst Schuld!) 
oder Hayaos seelischen Zustand. Nur, was mit IHNEN passieren würde!

"Wenn ich ihm nicht geholfen hätte, wäre es niemals so weit gekommen", 
schluchzte Hayao abermals. "Er hat mich eiskalt hintergangen. Er..." Seine 
Worte erstarben unter Tränen.

"Shhh..." Taka setzte sich neben Hayao aufs Bett und strich ihm beruhigend 
über die Haare. Der junge Sprinter richtete sich plötzlich auf und 
klammerte sich verzweifelt an ihn. Takas Hand glitt etwas tiefer und er 
bewegte sie beruhigend über Hayaos Rücken, Er spürte, wie das Zittern in 
dessen Körper Minute für Minute nachließ.

Und dann spürte er Hayaos warme Lippen auf seinem Nacken.

"Was...?" Takas Körper versteifte sich unter dieser unerwarteten 
Liebkosung, aber Hayao hörte nicht auf. Seine Lippen wanderten über Takas 
Hals, seine Wangen und trafen schließlich seinen Mund. Taka öffnete ihn 
widerstandslos und gewährte Hayao ein zärtliches Spiel mit seiner Zunge.

Dieses Gefühl! Dieses unbeschreibliche Gefühl! Hayao liebte Yuki, aber 
trotzdem lag unendlich viel Leidenschaft in seinem Kuss. Taka stockte und 
schob seinen Freund zurück. "Warum tust du das?", fragte er verwirrt. Er 
hatte seine Stimme nicht richtig unter Kontrolle und sprach deswegen laut, 
um seine Unsicherheit zu überspielen. "Ich denke, du liebst Yoshiyuki?!"

"Das dachte ich auch", murmelte Hayao und ließ seine Hand unter Takas Hemd 
wandern. Der rothaarige Junge wehrte sich zumindest nicht, auch wenn er 
sonst keine Reaktion zeigte. "Ich glaube, ich habe mir diese Liebe schon 
seit Langem nur noch eingeredet. Yuki ist ein Schwein!" Taka atmete tief 
ein. Meinte Hayao das ernst? Hatte er Yuki so schnell vergessen können? Es 
war trotz der ganzen Drogengeschichte relativ unwahrscheinlich, aber... 
"Ich will dich, Taka", hauchte Hayao in das Ohr des rothaarigen Jungen. 
"Ich will dich hier und jetzt!" Seine Finger streiften Takas Brustwarzen 
und er stellte fest, dass zumindest dessen Körper auf seine Berührungen 
reagierte. Die unübersehbare Beule in Takas Boxershorts war ein weiterer 
Beweis dafür, dass Taka auch scharf auf ihn war!

"Du liebst mich doch überhaupt nicht, Hayao", murmelte Taka.

"Na und?" Hayao zuckte mit den Schultern. "Liebe bedeutet nichts mehr für 
mich. Sie besteht nur aus Schmerzen! Lass uns einfach Spaß haben!" Mit 
diesen Worten zog er Taka das Hemd über den Kopf und drückte ihn aufs Bett. 
Seine Zunge glitt erneut in Takas Mund, während seine Hand unter den Bund 
von dessen Boxershorts schlüpfte. Er zog sie ihm herunter und bekam Takas 
heiße Erektion zu fassen.

In diesem Moment stieß Taka ihn endgültig zurück. "Lass es, Hayao", sagte 
er barsch. "Das ist nicht das, was du willst!" Der Rotschopf stand auf, zog 
seine Boxershorts hoch und ging zum Fenster. 

Draußen war inzwischen der Mond aufgegangen.

"Du bist ein Spielverderber", brummte Hayao und stand ebenfalls auf. "Dann 
mach ich's mir halt selber!" Ohne ein weiteres Wort verschwand er auf der 
Toilette und Taka vernahm das klickende Geräusch des Schlüssels, als dieser 
im Schloss herumgedreht wurde.


Inzwischen waren zwei weitere Wochen vergangen. Hayao hatte sich damit 
abgefunden, dass Taka nichts von ihm wollte und er machte auch keinen 
Versuch mehr, ihm näherzukommen. Ihr Verhältnis war freundschaftlich, 
obwohl Taka ja eigentlich auch auf Jungs stand. Aber wer weiß? Vielleicht 
würde später noch mehr aus ihnen werden...?

Für Hayao war es nicht leicht, die Sache mit Yuki völlig aus seinem Kopf zu 
verdrängen. Am Anfang tat er so, als ob ihn dieses Thema kein bisschen 
interessierte. Er gab sich locker und fröhlich, aber im Innern hatte er die 
Sache noch längst nicht verkraftet. Erst, als Taka ihn eines Abends zur 
Rede stellte, warum er sich denn so bescheuert benahm, brach alles aus 
Hayao heraus. Er sprach mehr als fünf Stunden mit Taka über seine Beziehung 
zu Yuki, wie dieser ihn belogen und ihm die ganze Zeit nur etwas vorgemacht 
hatte. Er versuchte auch nicht, seine Tränen zurückzuhalten. Taka war nicht 
einer von denen, die Weinen für Schwäche hielten. Es half Hayao unheimlich, 
dass er ihm einfach nur zuhörte. Während dieser Zeit kamen Taka und Hayao 
sich auch wieder ein Stück näher und küssten sich zweimal. Trotzdem brachen 
sie jedesmal wieder ab, noch immer unsicher bezüglich ihrer Gefühle dem 
anderen gegenüber...


"In einer Woche sind wir hier raus, Taka ", schmetterte Hayao fröhlich in 
den Raum, als er von Frau Wataru wiederkam. "Hier, ich weiß sogar, wo wir 
die nächste Zeit wohnen werden, bis wir was Eigenes gefunden haben. Schau!" 
Er legte Taka einen Prospekt vor die Nase, der eine Straße mit Häusern 
zeigte, die sich wie ein Ei dem anderen glichen. Dort wohnten die meisten 
Volljährigen, die dieses Waisenhaus verlassen und noch keine Wohnung 
gesucht hatten. Die Miete war relativ preiswert, da nicht alle gleich eine 
Arbeit fanden und viele auch erstmal den Weg eines Studium einschlugen.

"Ihr wollt also wirklich zusammenleben?" Mitsuru, Fußballer und Ex-Freier 
von Yuki, stand plötzlich in der Tür. "Wie zwei richtige Schwuchteln, ja?"

"Arschloch!" Hayao drehte sich ärgerlich um. Seit er wusste, dass Mitsuru 
etwas mit Yuki gehabt hatte, fand er ihn irgendwie verabscheuungswürdig. 
Warum, das konnte er sich eigentlich nicht genau erklären, aber es 
interessierte ihn auch nicht sonderlich. Fakt war, dass ihm seine bloße 
Anwesenheit auf die Nerven ging. "Was wir tun, geht dich gar nichts an."

"Suchst du etwas Bestimmtes oder warum bist du hier?" Diese Worte stammten 
von Taka, der sich mit streitsüchtigem Blick vor dem um fast einen Kopf 
größeren Mitsuru aufgebaut hatte. "Du nervst nämlich!"

Hayao verspürte einen gewissen Stolz in der Brust, als er Taka sah. Sein 
Freund war seit Michirus Verschwinden wie ausgewechselt. ER war es 
letztendlich gewesen, der Hayao wieder aufgebaut hatte - nicht John, der 
ihn als einziger aufgesucht hatte, falls Hayao doch mal reden wollte.

"Schon gut, ich geh ja schon", winkte Mitsuru lässig ab. "Ziemlich mutig 
geworden, der Kleine", murmelte er - mehr zu sich selbst, als zu Taka - und 
zog sich zurück.

"Ich hasse diesen Typen", grollte Taka, nachdem Mitsuru verschwunden war. 
Hayao nickte. Er wusste nicht, warum sein Freund solch eine Abneigung gegen 
den jungen Fußballer hegte, aber er hatte sicherlich seine Gründe... 


"Wirst du Yoshiyuki trotz der ganzen Geschichte noch einmal besuchen?", 
fragte Taka geradeheraus, als er und Hayao sich für die Nacht umzogen. Es 
war ihre letzte im Waisenhaus!

"Nein, ganz sicher nicht", antwortete der dunkelhaarige Junge leise. "Ich 
möchte ihn nie wieder sehen oder auch nur etwas von ihm hören. NIE!" Er 
schlüpfte unter seine Bettdecke und löschte das Licht. "Gute Nacht!"

Hayao wusste nicht, wie spät es inzwischen war, aber irgend etwas machte 
ihm das Einschlafen unmöglich. Natürlich! Es lag sicherlich daran, dass er 
mit großer Wahrscheinlichkeit nie wieder in diesem Haus übernachten würde. 
Obwohl er sich immer gewünscht hatte, endlich frei und unabhängig zu sein, 
verspürte er schon jetzt einen kleinen Stich Heimweh in seinem Herzen.

"Es ist komisch, nicht wahr, Hayao?" Hatte Taka seine Gedanken gelesen? 
"Ich meine, die letzte Nacht hier..." Hayao vernahm das Geräusch von 
nackten Füßen, die über den Fußboden tapsten. Und plötzlich stand Taka vor 
ihm und schaute ihn wortlos an. Seine grünen Augen glänzten gespensterhaft 
im schwachen Licht des Mondes. "Hast du was dagegen, wenn ich mit in deinem 
Bett schlafe?", fragte er leise.

Hayao richtete sich erstaunt auf. "Warum denn das?"

"Ich will nicht allein sein", antwortete Taka und spielte verlegen mit 
seinen Fingern. "Außerdem..." Stille.

"Was außerdem?"

"Außerdem..." Taka sagte wieder nichts, sondern beugte sich vor und küsste 
Hayao kurz auf den Mund. Hayao schaute ihn verdattert an, schwieg aber. 
Auch Taka sagte nichts weiter, sondern hielt nur stumm Hayaos Hand. Dieser 
hatte gar nicht bemerkt, wann sein Freund sie ergriffen hatte - aber das 
Gefühl erregte ihn irgendwie unheimlich! Und dann umschloss er Takas Hand 
und zog ihn zu sich herunter. Ja, er wollte ihn auch - hier und jetzt!

Taka sagte kein Wort, als Hayao seine beiden Handgelenke ergriff und ihn 
neben sich aufs Bett zog. Er spürte, wie Hayao sich bewegte und fühlte die 
Hitze, die ihre Körper ausstrahlten, als sein Freund sich auf ihn legte. 
Hayaos Lippen suchten seine, und als sie diese schließlich gefunden hatten, 
wollten sie überhaupt nicht mehr loslassen. Hayaos Zunge drängte sich in 
Takas Mund und wurde immer besitzergreifender, forderte immer mehr. Taka 
gab sich ihm völlig hin und genoss das Spiel. Er wusste nicht, ob Hayao 
seine Gefühle ihm gegenüber geändert hatte, aber eines wusste er: Er selbst 
hatte sich bis über beide Ohren in diesen hübschen Jungen verliebt; und das 
innerhalb von zwei Wochen! 

Hayaos Hände waren plötzlich überall! Auf Takas Brust, auf seinem Bauch, 
auf seinen Schenkeln, zuletzt auf seiner glühenden Erektion. Sie presste 
sich hart gegen Hayaos streichelnde Finger. Auch Hayao hatte dieses Gefühl 
vermisst. Mit Yuki hatte er seit Ewigkeiten keinen Sex mehr gehabt und 
auch, wenn er es nie zugegeben hätte, fehlte ihm das gewaltig! Er griff 
fester zu und Taka stöhnte unter seiner Berührung auf. Dann drehte dieser 
den Spieß um und rollte sich so, dass Hayao plötzlich unter ihm lag. Taka 
lächelte und fuhr mit der Hand über Hayaos muskulöse Brust. Seine Haut war 
weich und fühlte sich fast an wie die eines Säuglings. Taka verkniff es 
sich, dies zu bemerken, aber Hayao bemerkte zumindest anhand seines 
Grinsens, dass Taka an etwas dachte, was er nicht laut aussprechen wollte. 

Bevor er aber danach fragen konnte, hatte Taka schon seine Lippen auf 
Hayaos gepresst und erstickte jede Frage im Keim. Seine Zunge wanderte über 
Hayaos Kinn, seinen Hals und seine Brust. Sie spielte mit den harten 
Brustwarzen, bohrte sich in seinen Bauchnabel und glitt schließlich in 
tiefere Regionen, berührte ein paarmal flüchtig Hayaos Glied, ließ ihn aber 
noch etwas zappeln. Dann nahm Taka endlich Hayaos harte Männlichkeit in den 
Mund und dieser stöhnte leise auf. Er legte seine Hände auf Takas Kopf und 
drückte ihn tiefer in seinen Schoss. Takas Lippen glitten auf und ab. Seine 
Zunge umrundete mehrmals Hayaos Schwanzspitze, während seine Hände sanft 
Hayaos Hoden massierten. Und dann schoss ihm ohne Vorwarnung der heiße 
Samen seines Freundes in den Mund. Taka schluckte ihn, ohne einen einzigen 
Tropfen zu verschenken. 

"Eine Mahlzeit auf Kosten des Hauses", bemerkte Hayao leise und Taka musste 
plötzlich lachen. Er verschluckte sich beinahe an den letzten Resten von 
Hayaos Körperflüssigkeit, die er noch im Mund hatte. Hayao verhinderte 
dies, indem er seinen Mund auf Takas platzierte und ihm den letzten Schluck 
Samen abnahm. Dann fuhr er sich mit der Zunge über die Lippen und sein 
Blick veränderte sich auf einmal, wurde wollüstiger. "Jetzt sollst du mir 
völlig gehören", flüsterte er und drehte Taka auf den Bauch. Dieser deutete 
stumm auf die Schublade des Nachtisches. Hayao öffnete sie und fand eine 
Packung Kondome, extra reißfest und mit dazugehörigem Gleitmittel. 'Michiru 
hat ja vortrefflich voraus gedacht', dachte er und sein Mund verzog sich zu 
einem befriedigten Grinsen. Er zögerte noch einen Moment und ergriff dann 
die Packung. Irgendwie hatte er das Gefühl, dass es mit Kondom besser sein 
würde als ohne - außerdem wollte er es auch mal ausprobieren, denn mit Yuki 
hatte er immer nur ungeschützten Sex gehabt.

Hayao musste allerdings schnell feststellen, dass er das Kondom schon nach 
wenigen Minuten vergessen hatte. Die heiße Enge von Takas Körper umschloss 
sein Glied und reizte es immer heftiger, bis er sich zum zweiten Mal in 
dieser Nacht entlud. Dabei hatte er pausenlos seine Hände über Takas 
erregtes Glied und seine festen Hoden gleiten lassen, damit dieser auch 
etwas davon hatte. Das Ergebnis war eine feuchte und klebrige Hand sowie 
milchige Flecken auf dem Laken, das sie nie wieder benutzen würden...


Hayao und Takas Beziehung hatte sich nach einem Jahr so sehr gefestigt, 
dass sie es wirklich versuchten und sich eine gemeinsame Wohnung nahmen, 
nachdem sie die alte (vom Waisenhaus zur Verfügung gestellten) verlassen 
mussten. Ihre Entscheidung war ziemlich spontan gewesen, da Taka - der 
inzwischen eine Ausbildung bei der Kriminalpolizei machte - zu einer 
bestimmten Universität wollte, die zu weit weg von ihrem Wohnort gewesen 
war. Hayao hatte ohne zu zögern beschlossen, bei ihm zu bleiben. Seine 
Ausbildung zum Handwerker konnte er schließlich überall anfangen...


Es klingelte an der Haustür. Einmal, dann noch einmal, dann durchgehend. 
Hayao, der hier seit vier Jahren mit seinem festen Freund Taka wohnte, 
wischte sich ärgerlich die vom Renovieren schmutzigen Hände an der Hose ab 
und eilte zur Tür, um zu öffnen. Als er den blassen Mann, der ihm 
gegenüberstand, erkannte, erstarrte er.

"Yuki!"

"Schön, dich wiederzusehen, Kleiner", begrüßte Yuki ihn heiser und schob 
sich an Hayao vorbei in die Wohnung. Er nickte anerkennend. "Schön habt 
ihr's hier - du und dieser Tako."

"Taka heißt er!", verbesserte Hayao, der den ersten Schrecken überwunden 
hatte. "Darf ich fragen, was du hier willst? Ich lege keinen Wert darauf, 
dich als meinen Gast bei mir zu haben."

"Na, na, so unhöflich?" Yuki blickte ihn belustigt an, aber sein Gesicht 
wirkte irgendwie grau und eingefallen. Dabei war er doch gerade mal 
dreiundzwanzig Jahre alt, überlegte Hayao erschrocken. Als sein Blick den 
von Yuki traf, stellte er fest, dass zumindest dessen Augen nichts von 
ihrer Wildheit und Jugend verloren hatte. Sie blickten noch genauso hart 
wie früher! "Ich wollte mich bei dir bedanken", antwortete Yuki nach ein 
paar Sekunden des Schweigens. Seine Stimme klang plötzlich kalt. Eiskalt.

"Bedanken? Wofür?" Hayao wich nervös ein paar Schritte zurück. Im gefiel 
Yukis Blick nicht und auch seine Körperhaltung machte ihm Angst.

"Dafür, dass du mir mein Leben versaut hast, Kleiner. Wenn du damals keine 
Hilfe geholt hättest, wäre ich in aller Ruhe draufgegangen. Aber du 
musstest ja unbedingt den Engel spielen." Er spuckte Hayao vor die Füße.

"W-was willst du?" Hayao machte sich nicht mehr die Mühe, das Zittern in 
seiner Stimme zu verbergen. Er war nicht so mutig wie Taka, der inzwischen 
bei der hiesigen Polizei arbeitete. Er hatte Angst! Große Angst!

"Dir etwas schenken, Kleiner." Yuki lachte. Seine Stimme war tiefer 
geworden, stellte Hayao fest. Aber sie hörte sich nicht gut an.

"Ich will nichts", antwortete er und versuchte, an Yuki vorbeizukommen. 
Dieser vertat ihm grinsend den Weg. "Bitte, könntest du jetzt gehen?"

"Nein!" Dieses Wort war mindestens genauso hart wie der Griff, den Yuki 
plötzlich bei Hayao anwendete. Er presste seinen ehemaligen Zimmernachbarn 
an die Wand und hielt Hayaos Handgelenke brutal über dessen Kopf zusammen. 
Er war noch stärker geworden und Hayao hatte nicht den Hauch einer Chance, 
sich irgendwie zu befreien. Yuki hielt ihn sogar nur mit einer Hand fest.

Mit der anderen war er gerade dabei, seine Hose aufzuknöpfen!

"Bitte nicht!", flehte Hayao, als er bemerkte, was Yuki vorhatte. "Bitte... 
Lass mich los, Yuki!" Er versuchte ein letztes Mal, sich aus dem festen 
Griff zu befreien, aber Yuki riss urplötzlich sein Knie hoch und rammte es 
ihm in den Magen. Hayao sackte keuchend ein Stück in sich zusammen.

"Dreh dich um", befahl Yuki und in seiner Stimme schwang plötzlich 
deutliche Mordlust mit. Als Hayao nicht sofort tat, was er verlangte, 
schlug Yuki ihm mit der flachen Hand über den Kopf. Der Ring, den der 
Kampfsportler trug, hinterließ eine blutende Platzwunde auf Hayaos Stirn. 
Er biss die Zähne zusammen und drehte sich mit dem Gesicht zur Wand. Yuki 
umfasste Hayaos Körper von hinten, öffnete den Reißverschluss seiner Hose 
und ließ diese an Hayaos nackten Beinen herunter gleiten. Seine Unterhose 
folgte. "Na also, wenn du stillhältst, tut's weniger weh!" Mit diesen 
Worten stieß er sein steifes Glied in Hayaos Körper.

Gegen seinen Willen schrie der junge Mann auf. Er hatte das Gefühl, als 
würde ihn sein früherer Liebhaber in zwei Teile zerreißen. Yuki drückte 
Hayaos Oberkörper noch weiter runter, damit er tiefer in ihn eindringen 
konnte. Er lachte leise, während er zu immer kräftigeren Stößen ausholte. 
Hayao fühlte, wie warmes Blut seine Beine hinunter lief. "Willst du jetzt 
mein Geschenk wissen, Kleiner?", keuchte Yuki in sein Ohr. 

Hayao antwortete nicht. Ihm schossen Tränen in die Augen bei dem Schmerz, 
den Yuki ihm zufügte. Was war nur mit dem Jungen passiert, den er vor 
Jahren wie keinen anderen geliebt hatte? Wie hatte er sich so verändern und 
einen solchen Hass auf Hayao aufbauen können? Lag das einzig und allein an 
den Drogen? Aber es hieß doch, dass Yuki clean war! Er schluchzte leise.

Yuki hauchte ihm nur drei Worte ins Ohr: "Ich - habe - AIDS!"

Die Welt zerbrach vor Hayaos Augen in Scherben. Plötzlich wandte sich Yuki 
mit einem wütenden Schrei von ihm ab und rannte auf irgend jemanden zu, der 
gerade herein gekommen war. Hayao bekam nicht mit, was plötzlich passiert 
war. Nur vage vernahm er das Geräusch eines Schusses und hörte eine Stimme, 
die sich wie die seines geliebten Takas anhörte. Dann wurde es dunkel um 
ihn herum...


Hayao erwachte, als er eine Hand spürte, die schon seit Ewigkeiten über 
seine Haare zu streicheln schien. Im ersten Augenblick hatte er das Bild 
seiner Mutter vor Augen, als sie ihn mit fünf Jahren nach seinem ersten 
Fahrradunfall getröstet hatte. Aber als er die Augen aufschlug, sah er 
Takas Gesicht, das ihn besorgt anschaute. "Geht es dir wieder etwas 
besser?", klang seine Stimme gedämpft an Hayaos Ohr.

"Wo... ist... Yuki?" Diese Worte, die nur zusammen einen Sinn ergaben, 
fielen Hayao unglaublich schwer. Er fürchtete sich vor der Antwort.

"Tot. Ich habe ihn in Notwehr erschossen, als ich dich gefunden habe. 
Dieses Schwein ist jetzt da, wo es hingehört - in der Hölle!"

Hayao drehte den Kopf weg von Taka und blickte aus dem Fenster auf die 
Straße. Draußen schneite es und vermummte Menschen eilten über die Straßen. 
Ihm war kalt und er zog die Bettdecke bis zum Kinn. "Bitte... lass mich 
jetzt allein", flüsterte er. "Ich möchte etwas schlafen."

"Natürlich." Taka küsste Hayao auf die Stirn und erhob sich. "Ich bin 
drüben, wenn du mich brauchst." Hayao nickte.


Eine Woche war nun schon seit Yukis Auftauchen vergangen. Hayao gab sich 
nach außen hin normal. Die Vergewaltigung hatte er gut verkraftet, was ihn 
selbst ein wenig erstaunte. Aber sie war ja auch nichts gegen Yukis 
"Geschenk" gewesen! Hayao erzitterte bei dem Gedanken daran. Er hatte schon 
am nächsten Tag einen Aids-Test im Krankenhaus machen lassen. Sein weiteres 
Leben hing jetzt von einem Blatt Papier ab - und der Tag, an dem er das 
Ergebnis abholen konnte, war... heute! Taka war auf Arbeit und Hayao war 
allein zu Haus. Noch hatte er zwei Stunden Zeit. Er ging durch die Wohnung 
und betrachtete sie aufmerksam.

Das Wohnzimmer - als er das vor vier Jahren gesehen hatte, war er schon 
Feuer und Flamme für diese Wohnung gewesen! Es war groß, hell und geräumig.

Er ging weiter.

Die Küche - bis auf die technischen Geräte und die Spüle hatte er hier 
alles selbst angefertigt, vom Tisch über die Stühle bis zum Obstregal.

Die nächste Tür.

Das Arbeitszimmer - hierher verzog sich Taka oft, wenn er seine Ruhe haben 
wollte. Der ganze Schreibtisch war überfüllt mit Stapeln von Unterlagen.

Im letzten Zimmer blieb Hayao lange stehen.

Das Schlafzimmer - wie oft hatten sie hier heiße oder auch zärtliche 
Stunden zu zweit verbracht? Jetzt, wo DAS passiert war, gratulierte sich 
Hayao zu seinem und Takas Entschluss, trotz allem Vertrauen nur geschützten 
Sex zu praktizieren. Mit Yuki hatte er das nie getan; wer weiß, ob er sich 
nicht schon längst vorher bei ihm infiziert hatte...?


Als Taka nach Hause kam, fand er lediglich eine rote Rose und einen Zettel 
auf dem Küchentisch. Er las ihn, während seine Hände mit der Blüte 
spielten. Der Brief war von Hayao:

|¯ ¯ ¯ ¯ ¯ ¯ ¯ ¯ ¯ ¯ ¯ ¯ ¯ ¯ ¯
| Geliebter Taka!

| Bitte, lies diesen Zettel erst zu Ende, bevor du irgend etwas tust, um 
| mich zu finden. Da ist nämlich etwas, was ich dir verschwiegen habe... 

| Yoshiyuki war HIV-positiv! Der Virus war sozusagen sein Abschiedsgeschenk 
| an mich. Heute werde ich erfahren, ob sich sein Wunsch erfüllt hat. 

| Sollte der Test tatsächlich positiv ausfallen (die Wahrscheinlichkeit 
| liegt in meinem Fall bei mindestens 95%), dann werde ich nicht mehr 
| zurückkommen. Ich weiß, es ist ziemlich selbstsüchtig von mir, aber ich 
| möchte nicht als kranker Mann leben, in der Gewissheit, nur noch wenige 
| Jahre oder sogar Monate zu leben. 

| Aus diesem Grund habe ich die Schlaftabletten aus dem Medizinschrank 
| mitgenommen und werde für immer aus deinem Leben verschwinden, wenn mir 
| das Ergebnis keine andere Wahl lässt. 

| Ich hoffe, du wirst mir eines Tages verzeihen! 

| ICH LIEBE DICH!

| Dein Hayao
|_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

Taka faltete schockiert den Zettel zusammen und ließ sich auf den 
nächstbesten Stuhl sinken. Der Zettel stammte eindeutig von Hayao! Er 
erkannte es schon an der Handschrift, auch wenn sein Geliebter mit ziemlich 
zitternder Hand geschrieben hatte. Also hatte er Recht gehabt, dass mit 
ihm die ganze letzte Woche etwas nicht gestimmt hatte! Der junge Polizist 
überflog den Zettel noch einmal. Erst jetzt begriff er dessen Sinn so 
richtig. Hayao würde nie wieder zurückkommen, wenn er sich bei Yuki 
infiziert hatte - und das HATTE er. Garantiert! 

Taka lehnte sich zurück. Hatte Yuki es also doch noch geschafft, ihr Leben 
zu zerstören! Er erinnerte sich an einen Anruf, der jetzt schon fast drei 
Jahre zurücklag. Damals war Yuki am Telefon gewesen und hatte Hayao 
sprechen wollen. Als Taka ihn daraufhin klipp und klar gesagt hatte, dass 
sie von ihm nichts mehr hören oder sehen wollten, hatte Yuki ihn aufs 
Äußerste beschimpft. Seine letzten Worte aber waren gewesen: "Pass nur auf, 
du verdammte Schwuchtel! Irgendwann - und wenn's erst in zehn Jahren sein 
sollte - werde ich euch finden und dann werde ich eurer friedliches Leben 
zerstören. Verlass dich drauf!" Danach hatte er mit einem Knall aufgelegt.

Taka fuhr sich zitternd durchs Haar. Ihm war klar, dass es keinen Sinn 
machte, nach Hayao zu suchen. Er konnte überall sein, die Stadt war riesig! 
Und außerdem hatte er ihn gebeten, ihn gehen zu lassen. Er wusste, dass 
Hayao nicht die Kraft hätte, einen langwierigen Prozess wie Aids 
durchzustehen. Sein Freund hatte schon viel zu lange gebraucht, um die 
Sache mit Yuki *endgültig* zu verarbeiten. Nein, Taka konnte nur warten!

Plötzlich stand er auf und öffnete das Fenster. Ihm war schwindlig, aber 
gleichzeitig fühlte er sich federleicht. Und mit einem Mal traf er eine 
Entscheidung: Sollte Hayao bis Mitternacht nicht zurück sein, würde er ihm 
auf seinem letzten Weg folgen! So war es ihnen möglich, weiterhin friedlich 
zusammenzuleben - und Yukis Plan wäre damit nicht wirklich aufgegangen!


Es war etwa zwölf Minuten nach Mitternacht, als man einen gedämpften Knall 
aus der Wohnung im zweiten Stock hörte. Eine Woche später fand man dort die 
Leiche eines dreiundzwanzigjährigen Polizisten in Uniform, neben dem eine 
Dienstpistole mit aufgeschraubtem Schalldämpfer und eine verwelkte Rose 
lag. Das Blut um sie herum war bereits getrocknet. Die Nachbarn tuschelten 
vielleicht einen, höchstens zwei Monate über dieses Ereignis. Danach hatten 
die meisten das junge, schwule Paar vergessen, das dort gelebt hatte.

Denn auch Hayao kam nie wieder nach Hause zurück...

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So, das war's. Endlich fertig! Bescheuertes Ende, oder? Aber ich MUSSTE es 
aus einem bestimmten Grund so lassen. Ich hoffe, ihr seid nicht allzu 
enttäuscht - falls ihr es überhaupt bis hierher durchgehalten habt...

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