Zwerg und Heiliger

Zwerg und Heiliger

Er rannte, rannte auf das Licht zu. Da war jemand, im Licht. Wer wartete dort? War es er? Die Person drehte sich um und lächelte.

„Tobi! Aufwachen! Du musst los!“ rief Michael und rüttelte an Tobis Schulter. „Wa...Was ist los?“ gähnte Tobi und richtete sich auf. „Es ist halb sieben, beweg deinen Hintern!“ „Ja, ja schon gut!“ Tobias schwang sich aus dem Bett. `Was Mari wohl grad macht?` Er wurde rot. Schon wieder Mario. Wieso kam der Junge andauernd in seine Gedanken. Er war doch nicht schwul. Oder? Er seufzte. „Ich glaub, ich brach noch ne kalte Dusche!“ Gesagt, getan. Nur dass die nicht viel gebracht hat, aber egal.

Als Tobi das Haus verlassen hatte, versuchte er mal nicht an Mario zu denken. Aber es blieb bei einem Versuch.

Es Klingelte. Mario schnappte sich seinen East Pak, schob sich sein restliches Frühstücksbrot in den Mund und ging zur Tür.

Tobis Hände wurden feucht. Er würde ihn endlich wiedersehen(Er hat ihn seit gestern Mittag nicht mehr gesehen).

Mario öffnete die Tür. Sie begrüßten sich. Tobi allerdings etwas zurückhaltender. Sie gingen gemeinsam los.

Tobi beobachtete Mario aus den Augenwinkeln. Die verwuschelten schwarzen Haare, der kleine Ring im Ohr, der schmale, geschmeidige Körper, die sehnige Hand, die in seiner eigenen war. Die... Moment, wo war Marios Hand??? Tobi zuckte zurück und ließ Marios Hand los.

`Was ist nur mit Tobi los?` fragte sich Mario. `Er ist schon die ganze letzte Woche so komisch. Seit dem Videoabend bei mir, genau genommen.` Er hatte ebenfalls nicht bemerkt, dass sie nach der Begrüßung vergessen hatten sich loszulassen. Erst als Tobi, knallrot im Gesicht, seine Hand zurück zog, registrierte er seine Handlung. Auch er wurde rot und ging auf Sicherheitsabstand. Den Rest des Weges schwiegen sie. Erst im Bus wagte es Mario Tobias anzusprechen. „Was ist eigentlich zur Zeit mit dir los? Du bist zur Zeit ganz komisch!“ Es ist nichts, ich...denke nur gerade über vieles nach!“ stammelte Tobi. „Hat es was mit mir zu tun?“ Tobi wurde mal wieder rot und drehte den Kopf weg. „Wie kommst du darauf?“ „Ach nur so!“

In der Schule redeten sie nur das Nötigste miteinander. Benni und Kümmel versuchten ihnen zu entlocken was los war, aber außer einem „Nix“ bekamen sie nix zu hören.

„Warum redet Tobi nicht mit mir? Was ist bloß los mit ihm? Er hat doch irgendwas! Und ich bin mir sicher, dass es mit mir zu tun hat. Aber was?“ Mario grübelte und sah dabei immer wieder auf Tobi, der –um nicht auf Mario kucken zu müssen- eifrig mitschrieb, was Herr Trilling verzapfte. Hin und wieder riskierte Tobias einen Blick auf Mario. Die ganze Klasse wunderte sich, weil die beiden Jungs so schweigsam waren.

Auf dem Heimweg liefen die beiden schweigend nebeneinander her. Erst vor Marios Haustür wurde das Schweigen unterbrochen. „Tschau Mario, bis Montag(es ist Freitag)!“ „Machs gut Tobi!“ Tobi drehte sich um und wollte gehen, aber Mario rief ihn zurück: „ Tobi, warte. Ich...muss mit dir reden!“ Unwillig drehte Tobi sich um. Er hatte schon fast Angst vor diesem Gespräch.

„Tobi, was ist los? Hab ich irgendwas falsch gemacht? Dich verletzt oder irgendwas anderes? Sag mir doch, wie ich dir helfen kann!“ Mario klang fast schon verzweifelt.

Tobi stand da und wusste nicht, was er tun sollte. Also tat er das, was ihm sein Gefühl sagte. Er trat auf Mario zu, sah ihn sanft an und nahm seinen Kopf in beide Hände: „Du bist wunderschön, weist du das?“ Bevor Mario irgend etwas sagen konnte, versiegelten sanfte, weiche Lippen die seinen und eine liebevolle Zunge suchte ihr Gegenstück, um sie sanft zu liebkosen.

Mario war starr vor Schreck. `Oh Gott, er ... er küsst mich. Wie.. wieso? Ich dachte er hätte eine Freundin und hab ihn aufgegeben. Und jetzt? Ein Traum wird wahr`! Er begann den Kuss zu erwidern.

Tobis Herz machte einen Freudenhüpfer, als er Marios Reaktion fühlte. Er nahm ihn zärtlich in den Arm und drückte den schlanken Körper an sich.

So standen sie für mindestens fünf Minuten Sie lösten sich erst von einander, als Marios halbblinde Oma aus dem Fenster grölte: „Mario, komm essen. Deine Freundin kann ruhig mitkommen!“ „Kommst du mit?“ fragte Mario. Tobi nickte.

Beim Essen turtelten sie herum, fütterten sich gegenseitig und verschwanden gleich nach dem Essen in Marios Zimmer.

Tobi ließ sich auf Marios Bett fallen und zog Mario zu sich. Er hauchte ihm einen Kuss auf die Nasenspitze.

„Fühlst du dich jetzt besser?“ fragte Mario. „Ja, jetzt hab ich Lust...!“ Mario kicherte. „Lust auf was Süßes, Kleines, Leckeres....! Auf...!“ Auf mich?“ „Nein, auf Milka Tender! Nein, Scherz. Natürlich auf dich!“ Tobi begann, an Marios Ohrläppchen zu knabbern. Dieser fing wieder an zu kichern. „Das kitzelt!“ beschwerte er sich.

„Ach ja? Und das hier?“ Tobi pikste Mario n die Seite. Mario quietschte. „He, das ist gemein!“ Mario begann nun Tobi zu kitzeln. Der wehrte sich natürlich und schon war die schönste „Kitzelschlacht“ im Gange. Irgendwann hatte Tobi Mario bezwungen. Er saß nun auf ihm, drückte seine Hände auf das Bett und sah ihn triumphierend an. „So, also wo waren wir? A ja!“ Er fing erneut an, an Marios Ohrläppchen zu knabbern. Langsam rutschte er mit dem Mund an den Hals, küsste ihn sanft, zärtlich, kaum spürbar. Mario lief ein Wonneschauer nach dem anderen über den Rücken.

Tobis Hände glitten sanft  nach unten, strichen liebevoll über den Bauch und umkreisten zärtlich die hochaufgerichteten Brustwarzen.

Mario stöhnte auf. So sinnlich konnten also Hände sein. Er richtete sich auf und zog sich das Hemd aus. Tobi sah dies als Aufforderung und deckte den nackten Oberkörper mit sinnlichen Küssen ab.

Marios immer stärker werdendes Stöhnen provozierte ihn, immer weiter zu gehen.

Zärtlich glitten seine Hände immer weiter nach unten. Während seine Zunge mit den Brustwarzen spielte, öffneten seine Hände die Hose Marios und streiften sie nach unten.

Mario wand sich vor Verlangen nach Tobi. Ein Berührung zwischen seinen Beinen ließ in erneut aufstöhnen.

Tobi hauchte noch ein paar heiße Küsse auf die Brust und wanderte, mit der Zunge spielend, nach unten.

Mario glaubte zu schweben. Besonders als Tobias` Zunge ihr Ziel erreichte.

Mario warf den Kopf zurück. Seine Hände krampften sich i der Bettdecke. „Tobi, hör nicht auf, bitte...hör nicht auf!“

Tobi spielte sanft mit seiner Zunge am steifen Glied seines Freundes herum. Es machte ihn verrückt, als er Mario aufs Heftigste erregt sah. Er genoß es, ihn so zu sehen, deshalb ließ er ihn nicht kommen.

Mario hielt es nicht mehr aus.

Tobi, bitte...bitte...!“ „Bitte, was?“ fragte Tobias. „Bitte...blas mir einen!“

Tobi erfüllte diese Bitte nur zu gerne.

Kurz darauf drang ein Schrei an die Ohren von Marios Oma. „Was machen die da eigentlich?“ fragte sie sich. „Na ja, von Mario ist man ja einiges gewohnt!“

Mario lag da, total erschöpft aber zufrieden. Tobi gab ihm einen Kuss und Mario schmeckte etwas pfefferminziges. „Hast...hast du etwa alles geschluckt?“

Tobi nickte. Er nahm ihn in den Arm. Doch Mario grinste fies.

„Oh nein, mein Lieber! Wir sind noch nicht fertig!“

Tobi guckte irritiert. „Wie meinst du das?“

Mario sprach in Taten.

Als er Tobi so richtig heiß gemacht hatte, stoppte er. „Willst du weiter gehen?“

Tobi konnte nur nicken.

Mario nahm ein Kondom und gleitgel und ein Kondom aus seinem Nachttisch. Er streifte sich das Kondom über.

„Du weißt, das es weh tun wird?!“

„Mach einfach!“

Mario drückte etwas Gleitgel auf seinen Finger und begann vorsichtig Tobias` Öffnung zu dehnen.

Tobias verkrampfte sich. Erst als Mario seinen Finger bewegte, klang der Schmerz ab und machte einer unbekannten Erregung Platz.

Mario strich noch etwas Gleitgel auf sein Glied und drehte Tobis auf den Bauch.

Dann drang er vorsichtig in Tobias ein.

Tobi erschrak vor dem Schmerz, doch als Mario sich zu bewegen begann, verklärte sich sein Gesichtsausdruck. Mario begann zu stoßen. Seine Hand strich über Tobis Bauch und griff nach seinem Glied. Er streichelte es im Rhythmus seiner Stöße.

Die Beiden trieben schnell auf den Höhepunkt zu.

Sie kamen gleichzeitig.

Erschöpft und keuchend lagen die Beiden aufeinander. Keiner sah ein, dass er sich jetzt  bewegen könnte. Aneinander gekuschelt schliefen sie ein.

Bis Marios Handy klingelte. Mario schlug ein Auge auf, löste eine Hand von Tobi und griff nach dem Handy.

„Hä?“ fragte er ungehalten.

„Hi, Mario. Ich bins Benni! Kommst du heute Abend?“

„Was ist da?“

„Da ist KJC!“

„Ach so, ja. Weis noch nicht. Ich melde mich. Tschau!“

Er legte auf, bevor Benjamin sich verabschieden konnte.

Mario warf sein Handy aufs Sofa, zog sich und Tobi die Decke über den Kopf, kuschelte sich an ihn und schlief noch ne Runde.

Eine Stunde rührte sich Tobi. Er sah liebevoll auf den schlafenden Jungen in seinen Armen.

Mario blinzelte. Sanfte Augen lächelte ihn an. „Hey!“ „Hey!“

„Gehst du heute abend aufs KJC?“ wollte Mario wissen. „Wenn du auch mitgehst!“

„Natürlich, glaubst du etwa du wirst mich noch mal los!?“ Sie küssten sich lang und tief.

Den Abend verbrachten sie ohne sich zu küssen oder zu flirten, denn sie wollten auf einen geeigneten Moment warten, um ihre Liebe offen zu zeigen.

Am Wochenende lungerten sie bei Tobi herum und....na ja, denkts euch selber!

„Was sagen wir in der Schule?“ fragte Mario am Sonntag Abend.

„Keine Ahnung! Eigentlich würde ich das noch gerne geheimhalten, aber 6 Stunden neben dir zu sitzen ohne dich küssen zu ürfen...! Das halte ich nicht aus!“

„Ich auch nicht! Scheiße, ich muß los! Ich hab noch einen Job zuhause. Tschau Tobi!“

Er gab ihm einen dicken Abschiedskuss.

In dieser Nacht träumten sie beide voneinander.

In Geschichte warfen sie sich immer wieder verstohlene Blicke zu. Herr Trilling regte sich auf, weil keiner der Beiden ihm wirklich zuhörte: „Ich glaub, mein Hamster pflückt Pfifferlinge. Könnt ihr eigentlich nicht zuhören?“

Tobi stand auf. Ging vor. Sprach kurz leise mit dem Lehrer, stellte sich vor die Klasse.

„Ich...ich möchte jemandem in dieser Klasse sagen, was ich fühle!

Ich liebe dich und brauche dich. Wenn du nicht da bist, ist mir kalt ohne deine Wärme, jede Nacht sind meine Träume voll von dir und deinem Lächeln, deine sanften Armen, wenn sie mich festhalten. Ich möchte dich nie mehr gehhen lassen!“

Tobi war, während er sprach, langsam durch die Reihen gewandert. An seinen erstaunten Klassenkameraden vorbei, die total perplex auf ihren Plätzen saßen.

Vor Mario blieb Tobias sthen. Er sah ihn lange an, dann sagte er: „Ich liebe dich und möchte für immer mit dir zusammen sein!“ [An.d.Autorin: Willst du mich heiraten??]

Mario sah ihn ebenfalls an.

Tobias, ich werde dich nie verlassen!“

Mario nahm seinen Schatz in den Arm und sie küssten sich lange.

Die ganze Klasse applaudierte.

Es gongte.

Mario und Tobi verschwanden unbemerkt aus dem Zimmer. (wohin wohl???)

TBC

 

 

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